Neue A2-Motorräder 2026: Modelle, Neuheiten & drosselbare Alternativen

Von Tobi März 16, 2026 0 Kommentare
A2-Motorrad
Lesezeit: 7 Minuten

Der Einstieg ins Motorradleben beginnt für viele künftige Biker mit einem A2-Motorrad. Mit maximal 48 PS (35 kW) bietet sie genug Leistung für Alltag, Touren und sportliches Fahren – bleibt aber überschaubar und einsteigerfreundlich. Genau deshalb ist das Segment der A2 Motorräder für Hersteller extrem wichtig.

2026 bringt wieder einige spannende A2-Motorrad Neuheiten auf den Markt. Doch die wichtigste Entscheidung ist oft nicht das einzelne Modell, sondern eine strategische Frage: Fährst Du ein reines A2-Motorrad mit 48 PS – oder entscheidest Du Dich für ein stärkeres Bike, das für den A2-Führerschein gedrosselt wird und später offen gefahren werden kann?

Da es sich hier ausschließlich um neue A2 Bikes handelt, differenzieren wir hier nicht, zwischen 48 PS-Maschinen und drosselbaren Modellen. Alle im Folgenden genannten Modelle können gedrosselt von A2-Inhabern gefahren werden – darauf kommt es an.

A2-Führerschein-Regeln in 30 Sekunden

Damit ein A2-Motorrad mit dem A2-Führerschein gefahren werden darf, gelten in Europa drei zentrale Regeln:

  1. Maximale Leistung:
    35 kW (48 PS)
  2. Leistungsgewicht:
    maximal 0,2 kW pro Kilogramm
  3. Drossel-Regel:
    Ein Motorrad darf nur gedrosselt werden, wenn das Grundmodell maximal 70 kW (ca. 95 PS) Leistung hat.

👉 Deshalb tauchen bei A2-Drossel-Bikes häufig Motorräder mit 70 bis etwa 95 PS auf. Sie werden für den A2-Führerschein auf 35 kW reduziert und können später wieder entdrosselt werden.

Alle neuen A2 Motorräder im Überblick

A2 Adventure Bikes im Fokus: F450GS & KLE500

Die BMW F 450 GS bringt nach der G 310 GS erneut die bekannte GS-Adventure-DNA in die echte A2-Einstiegsklasse. Mit einem neu entwickelten Parallel-Twin, rund 48 PS und einem vergleichsweise niedrigen Gewicht richtet sich das Modell vor allem an Fahrer, die ein leichtes, reisetaugliches Adventure-Bike suchen. Typisch GS: aufrechte Sitzposition, gute Ergonomie und viel Alltagstauglichkeit – kombiniert mit moderner Elektronik und Offroad-Optionen. Damit könnte die F 450 GS eines der spannendsten A2-Adventure-Bikes der kommenden Jahre werden.

eicma bmw f450gs ©bmw
Limit ausgeschöpft: Die F 450 GS geht mit 48 PS in die Vollen.

Die Kawasaki KLE 500 kehrt 2026 als komplett neu entwickeltes Adventure-Bike zurück. Angetrieben wird sie von einem flüssigkeitsgekühlten 451-cm³-Parallel-Twin mit rund 45 PS, der kultivierten Durchzug und A2-taugliche Leistung bietet. Ein 21-Zoll-Vorderrad, lange Federwege und Speichenräder zeigen klar die Offroad-Ausrichtung, während der 16-Liter-Tank und die tourentaugliche Ergonomie auch längere Strecken komfortabel machen. Mit ihrem leichten Handling und der ausgewogenen Fahrwerksabstimmung ist die KLE 500 sowohl auf der Straße als auch auf Schotter zu Hause.

Kawasaki KLE 500, Kawasaki KLE500 ©Kawasaki
Japanisch Robust: Die neue KLE 500 gibt sich aufgeräumt und vermittelt Vertauen.

Weitere neue A2-Adventure-Modelle:

Marke Modell Leistung (PS) Preis:
Benelli TRK602X 56 / 48 PS 6.999
BMW F450GS 48 PS 7.220 €
BSA Thunderbolt 350 30 PS n.n.b.
Ducati DesertX 95 / 48 PS 16.390 €
Honda NX500 E-Clutch 48 PS 8.129 €
Kawasaki KLE500 45 PS 6.495 €
Leonart Rally 300 28 PS 4.499 €
Voge DS625X 64 / 48 PS 6.699 €
Voge DS800X Rally 95 / 48 PS 9.369 €

A2 Cruiser: Benda allein auf weiter Flur

Die Benda LFC 700 fällt als A2-Motorrad schon auf den ersten Blick aus dem Rahmen klassischer Cruiser. Das futuristische Bike kombiniert ein extrem langes, flaches Design mit massiven Dimensionen – allen voran der riesige 310-mm-Hinterreifen und die markante Einarmschwinge. Angetrieben wird die LFC 700 von einem 680-cm³-V4-Motor, der für kraftvollen Durchzug und einen eigenständigen Charakter sorgt. Hochwertige Komponenten wie Brembo-Bremsen, KYB-Fahrwerk und ein großes TFT-Display unterstreichen den Premiumanspruch. Damit positioniert sich die LFC 700 als außergewöhnlicher Power-Cruiser für Fahrer, die ein optisch und technisch auffälliges Motorrad suchen.

A2-Motorrad
Einzige Neuheit im Cruiser-Segment: Benda LFC 700.

A2 Elektromotorräder: Honda prescht vor

Mit der Honda WN7 präsentiert Honda ein futuristisch gestaltetes Elektromotorrad, das speziell für den urbanen Einsatz entwickelt wurde. Das Konzept setzt auf ein minimalistisches Design mit klaren Linien und einer kompakten Bauweise, kombiniert mit einem vollelektrischen Antrieb. Ziel ist eine leise, emissionsfreie Mobilität im Stadtverkehr, bei der einfache Bedienung und moderne Konnektivität im Mittelpunkt stehen. Die WN7 zeigt, wie sich Hondas Elektromobilitätsstrategie künftig auch im Motorradsegment weiterentwickeln könnte. Die WN7 stellt Hondas erstes Elektro-BigBike dar und ist wegweisend für den japanischen Großserienhersteller.

Honda WN7 ©Honda
Durch 24,5 PS Dauerleistung darf auch der A2-Pilot die 68 PS Spitzenleistung abrufen.

A2 Naked Bikes: 400er Offensive von Triumph

Triumph erweitert seine Modern-Classics-Reihe um die neuen 400er-Modelle, die markentypisches Design mit moderner Einzylinder-Technik kombinieren. Herzstück beider Maschinen ist der neue TR-Series-Motor mit 398 cm³, der 40 PS (29,4 kW) leistet und damit ideal für die A2-Führerscheinklasse geeignet ist. Während die Speed 400 als agiler, puristischer Roadster mit 17-Zoll-Rädern und einer niedrigen Sitzhöhe von 790 mm auf dynamischen Fahrspaß in der Stadt und auf Landstraßen setzt, ist die Scrambler 400 XC auf Vielseitigkeit ausgelegt. Sie bietet durch ein 19-Zoll-Vorderrad, längere Federwege und einen breiteren Lenker eine aufrechtere Sitzposition sowie eine bessere Geländegängigkeit. Beide Modelle verfügen serienmäßig über hochwertige Features wie eine Traktionskontrolle, eine Anti-Hopping-Kupplung und LED-Beleuchtung, wodurch sie Premium-Qualität in das Segment der kleineren Hubräume bringen.

Triumph Scrambler 400 XC ©Triumph
Typisch Triumph: Klassischer Look für moderne Technik. Hier: Scrambler 400 XC.

Weitere neue A2 Naked Bikes

Marke Modell Leistung (PS) Preis:
Ducati Monster 95 / 48 PS 13.090 €
Honda CB500 Hornet E-Clutch 48 PS 7.819 €
Honda GB350 21 PS 4.709 €
Suzuki GSX-8T 83 / 48 PS 10.990 €
Triumph Speed/ Scrambler/ Tracker 400 42 PS ab 5.645 €

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A2 Supermotos - Wemser von Ducati und Suzuki

Die Ducati Hypermotard 698 Mono markiert Ducatis Rückkehr zum Einzylinder-Segment und ist als radikale, straßenzugelassene Supermoto konzipiert. Das Herzstück ist der neue Superquadro Mono-Motor mit 659 cm³, der – abgeleitet vom V2 der Panigale 1299 – stolze 77,5 PS (mit Racing-Auspuff bis zu 84,5 PS) leistet und damit als der stärkste Serien-Einzylinder der Welt gilt.

Bei einem fahrfertigen Gewicht (ohne Benzin) von nur 151 kg bietet das A2-Motorrad ein extrem agiles Handling. Zur Ausstattung gehören hochwertige Komponenten wie eine voll einstellbare Marzocchi-Gabel, eine Brembo-Bremsanlage und ein umfangreiches Elektronikpaket (inkl. Kurven-ABS, Traktionskontrolle und Wheelie-Control), das speziell auf den Supermoto-Einsatz mit kontrollierten Drifts ausgelegt ist. Optisch bleibt sie mit ihrem hohen Kotflügel, dem schmalen Heck und der Doppelauspuffanlage der aggressiven Hypermotard-Linie treu und ist zudem in einer A2-konformen Version erhältlich.

A2-Motorrad
Ducati Hypermotard 698 Mono: Wahlweise 78 oder 48 PS.

Die Suzuki DR-Z4SM (und ihre Enduro-Schwester DR-Z4S) markiert das moderne Comeback der legendären DR-Z-Baureihe. Als reinrassige Supermoto ist sie für maximale Agilität und Fahrspaß auf Asphalt konzipiert, erfüllt aber dank umfangreicher Updates nun die Euro 5+-Norm.

Herzstück ist der tiefgreifend überarbeitete 398-cm³-Einzylindermotor mit Doppelzündung und Ride-by-Wire, der 38 PS (28 kW) und ein Drehmoment von 37 Nm liefert. Damit ist sie perfekt auf die A2-Führerscheinklasse zugeschnitten. Das leichte Handling resultiert aus einem neuen Doppelschleifen-Stahlrahmen und einem fahrfertigen Gewicht von nur 154 kg. Ausgestattet mit 17-Zoll-Speichenrädern, einer einstellbaren KYB-Upside-Down-Gabel und einer leistungsstarken 310-mm-Scheibenbremse vorne, zielt sie auf sportliche Kurvenfahrten und urbanen Einsatz ab. Modernste Elektronik wie drei Fahrmodi, eine mehrstufige Traktionskontrolle (inklusive Gravel-Mode) und ein am Hinterrad abschaltbares ABS runden das Paket zusammen mit vollständiger LED-Beleuchtung und LC-Display ab.

Suzuki DR-Z4 ©Suzuki
Die Suzuki DR-4Z gibt es sowohl als Enduro wie auch als Supermoto.

A2 Tourer: SV-Variante und 660er Tiger

Die Suzuki SV-7GX ist ein vielseitiger Mittelklasse-Crossover, der den bewährten 645-cm³-V-Twin mit moderner Langstreckentauglichkeit kombiniert. Mit 73 PS (Euro 5+), Ride-by-Wire und einem bidirektionalen Quickshifter bietet sie ein technisch fahrfreudiges Paket, das durch das „Suzuki Intelligent Ride System“ (S.I.R.S.) samt Traktionskontrolle und Fahrmodi ergänzt wird. Für Komfort auf Touren sorgen die aerodynamische Halbschalenverkleidung, Handprotektoren und eine entspannte Sitzposition bei 795 mm Sitzhöhe. Ein 4,2-Zoll-TFT-Display mit Smartphone-Konnektivität rundet den modernen Allrounder ab, der auch als A2-Variante verfügbar ist.

Suzuki SV-7GX ©Suzuki
Im Herzen ein Klassiker: Die SV-7GX bedient sich des Motors der legendären SV650.

Die Triumph Tiger Sport 660 ist ein vielseitiger Sport-Tourer der Mittelklasse, der den charakterstarken Dreizylindermotor der Trident 660 nutzt. Mit einer Leistung von 81 PS (95 PS im 2026er-Modell) und 64 Nm Drehmoment bietet sie eine lineare Kraftentfaltung, die sowohl für den Alltag als auch für Reisen ideal ist. Das Fahrwerk besteht aus einer hochwertigen Showa-Upside-Down-Gabel und einem Federbein mit hydraulisch einstellbarer Vorspannung.

Für Komfort auf längeren Strecken sorgen die aufrechte Sitzposition (Sitzhöhe 835 mm), ein einhändig verstellbares Windschild und integrierte Kofferbefestigungen. Technisch ist sie mit Kurven-ABS, Traktionskontrolle, mehreren Fahrmodi und einem modernen TFT-Display bestens ausgestattet. Mit einem fahrfertigen Gewicht von ca. 206 kg bleibt sie agil und ist dank eines optionalen Kits auch für die A2-Führerscheinklasse drosselbar.

Mit der Tiger Sport 660 bekommt die erfolgreiche Trident 660 eine touristische Schwester.

Fazit: Diese neuen A2-Motorräder lohnen sich 2026

Der A2-Motorradmarkt entwickelt sich stetig weiter – und 2026 zeigt einmal mehr, wie vielfältig die Auswahl für Einsteiger und Aufsteiger geworden ist. Egal ob sportliches Naked Bike, Adventure-Bike oder moderner Retro-Look: Für die 48-PS-Klasse gibt es mittlerweile Modelle, die sowohl beim Design als auch bei Technik und Fahrspaß überzeugen.

Wichtig bleibt dabei: Motorräder für den A2-Führerschein dürfen maximal 35 kW (48 PS) leisten und ein Leistungsgewicht von 0,2 kW/kg nicht überschreiten. Gedrosselte Maschinen sind nur erlaubt, wenn ihre ursprüngliche Leistung maximal 70 kW beträgt.

Gerade deshalb setzen viele Hersteller inzwischen auf speziell entwickelte A2-Modelle, die von Anfang an perfekt zur Führerscheinklasse passen – statt nur große Motorräder zu drosseln.

Unterm Strich gilt: Wenn Du 2026 ein neues A2-Motorrad suchst, findest Du eine größere Auswahl als je zuvor. Vom günstigen Einsteiger-Bike bis zum hochwertigen Mittelklasse-Modell ist für fast jeden Fahrstil und jedes Budget etwas dabei. Wichtig ist vor allem, dass das Bike zu Deinem Fahrstil, Deiner Erfahrung und Deinem Einsatzzweck passt – dann steht dem perfekten Start in die Motorradwelt nichts mehr im Weg.

(Bilder: Honda, BMW, Kawasaki, Benda, Triumph, Ducati, Suzuki)

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