Ebenso wie Verbrennermodelle unterliegen E-Motorbikes mit 125 Kubik der zugrunde gelegten Leistungsgrenze von 15 PS/11kW. Doch elektrisch ist erheblich mehr Power machbar. Für die Einordnung in die Führerschein- und Zulassungsklassen der 125er E-Bikes beinhaltet die Vorschrift Nummer 85 der UNECE bestimmte Maßgaben zur Messung der Nenndauerleistung. Die Dauerleistung meint die mittlere Leistung eines Elektromotors, die er über eine Zeitspanne von 30 Minuten bei der vom Hersteller nominierten Drehzahl kontinuierlich abgeben kann. Eigentlich dürfen 125er E-Motorräder maximal 15 PS leisten, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 110 km/h.
Doch aufgrund einer Gesetzeslücke sind elektrisch angetriebene Einspurstromer zeitweise mit deutlich mehr Motorkraft als mit den betreffenden elf Kilowatt unterwegs. Der US-amerikanische Hersteller Zero Motorcycles bietet mit seinen Elektromotorrädern der 125er-Klasse einzigartige Fahrerlebnisse am Puls der umweltbewussten Zeit.
e-Motorbikes mit 3x mehr Leistung
Ausgewählte Modelle bringen es sogar auf 33 kW, was im Vergleich mit der Verbrennervariante dreimal so viel Leistung ist. Der Grund dafür: Die Spitzenleistung von E-Zweirädern ist nur über kurze Zeit abrufbar, weil die Kraft des Elektromotors praktisch sofort ihr Maximum erreicht. Das zeigen auch generell die oft beeindruckenden Beschleunigungszeiten von Elektrofahrzeugen. Darum bekommen 125er E-Motorbikes mit 15 PS oft deutlich mehr Energie, was sie stärker, schneller, attraktiver und begehrenswerter macht.
Der entscheidende Faktor ist hingegen die Nenndauerleistung von 11 kW. Dieses Leistungslimit hält Zero Motorcycles bei seinen 125 ccm Elektromotorrädern genau ein. Allerdings kann eine starke Beschleunigung gerade für junge Leute zur Gefahr werden, zum Beispiel beim sportlichen Gasgeben in Kurvenausgängen. Einsteiger oder wenig erprobte Autofahrer sollten deshalb an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen, bevor Sie sich auf die Maschine schwingen.
(Original 2023)
