Konzentration ist ein Schlüsselfaktor beim Motorradfahren. Mit der richtigen Motorrad Sommerjacke bleibt diese auch bei hohen Temperaturen erhalten, denn die Airflow Motorradjacken helfen dem Fahrer, durch ihren Kühl-Effekt konzentriert zu bleiben. Im Test haben wir vier neue kurze Sommerjacken für die Motorradsaison 2025 von Macna, Modeka, Rev’it und Scott in der Preisklasse bis zu 300 Euro.
Macna Orcano 2.0 - luftig und farbenfroh
Der erste Testkandidat ist die Macna Orcano 2.0 Meshjacke mit der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von 149,95 €. Sie ist eine absolut leichte Motorradjacke für den Sommer, Front und Rücken bestehen zum größten Teil aus Mesh-Material, sodass schon ein leichter Luftzug für deutliche Kühlung reicht. Das 3D-Meshgewebe ist so konstruiert, dass es eine erhöhte Luftaufnahme ermöglicht, die am Körper vorbeiströmen und ihn dabei kühlen kann. Macna nennt dieses Unterscheidungsmerkmal Air Burst™. Die Motorrad Airflow Jacke lässt sich an den Oberarmen sowie am Ärmel- und Jackenbund einstellen und trägt sich luftig leicht. Größe L fällt weder sonderlich eng noch sonderlich weit aus.
An Ellbogen und Schultern sind Macna Risc Level-1-Protektoren verbaut, ein Rückenprotektor gleichen Bautyps lässt sich nachrüsten. Der Schulterbereich ist mit einem abriebfesten Ripstop-Material verstärkt, außerdem sind dort sportliche Kunststoffkappen angebracht. Auffällig im Test war der sehr feingliedrige Reißverschluss, der viel Gefühl in den Handschuhen verlangt. Der leichten Bauweise und den Level-1-Protektoren geschuldet, ergibt das unterm Strich Schutzklasse “A” – eine Empfehlung für preisbewusste Hitzköpfe an Sommertagen.
Modeka Khao Air II - der Sommer-Alleskönner
Kommen wir von der günstigsten zur zweitteuersten Sommerjacke im Test. Die UVP der Modeka Meshjacke liegt bei 219,90 Euro, dafür bietet sie aber auch als einzige Motorradjacke im Test eine Innenjacke mit Membran und ist – sofern diese auch getragen wird – wasserdicht. Unter dem 3D-Meshgewebe aus Polyamid versteckt sich eine Innenjacke mit Humax-Membrane mit 10.000 m Wassersäule. Ist die Modeka Khao Air II vollständig, trägt sie sich eher wie eine leichte Tourenjacke, wird die Membran rausgeknüpft, ist die Belüftung perfekt.
Ihre Schutzklasse-2-Zertifizierung erhält die Sommerjacke durch Level-2-Protektoren an Ellbogen und Schultern, an den Ellbogen und Schultern kommt eine Materialverstärkung zum Tragen. Der Motorradfahrer kann sich die zweifach an den Armen sowie an der Taille über Klett einstellen. Die Khao Air II ist nicht nur eine Meshjacke, sondern eine vollwertige, allerdings recht kurz geschnittene Tourenjacke mit Membran. Sie lässt sich über einen langen Verbindungsreißverschluss nahtlos mit der gleichnamigen Hose fügen. Ab 15 C Außentemperatur ist man für jeden Witterungsfall gewappnet.
Sommerjacken 2025 bei motoin.de

Macna Orcano 2.0
Sommerjacke
  Eigenschaften
- Außenmaterial 500 D Gewebe
- Level 1 Protektoren an Gelenken
- Schutzklasse A

Modeka Khao Air II
Sommerjacke
  Eigenschaften
- Außenmaterial 450 D Polyamid
- Level 2 Protektoren an Gelenken
- Schutzklasse AA

Rev’it Swiftblade
Sommerjacke
  Eigenschaften
- Außenmaterial 600 D Ripstop & Leder
- Level 1 Protektoren an Gelenken
- Schutzklasse AA

Scott X-Tream Air
Sommerjacke
Eigenschaften
- PFC-freie DWR-Beschichtung
- Level 1 Protektoren an Gelenken
- Schutzklasse AA
Rev’it Swiftblade - Die Sportliche mit Doppel-A
Die Swiftblade von Rev’it markiert den Sportler in unserem Motorrad Airflow Jacken Test. Die Mesh-Motorradjacke mit wahlweise blauen oder roten Akzenten ist mit der Klasse “AA” zertifiziert und betont sportlich geschnitten. Über Versteller an Taille und Oberarmen lässt sich die Meshjacke an den Träger anpassen. Die Kombination verschiedener Materialien verleiht der Swiftblade-Jacke ihre einzigartige Leichtigkeit, die besonders bei hochsommerlichen Temperaturen dem Träger zu Gute kommt.
Trotz geringen Gewichts sind die Schultern und Ellbogen mit Echt- und Kunstleder verstärkt. Darunter befinden sich angenehm dünne Seesmart-Level-1-Protektoren. Der Rest ist aus Ripstop 600D Material gefertigt. Auf der Brust zieren Variationen des Firmenlogos die Jacke, was an Rennkombis erinnert. Das Mesh-Gewebe wird seinem Namen bei der Swiftblade mehr als gerecht: Ein leichter Luftzug genügt, um bei unter 20 C zu frieren. Unser Sommer-Tipp für UVP 199,99 €.
Scott X-Tream Air - Wertiger Luftikus
Was bei der Scott X-Tream Air als erstes auffällt, ist das sehr hochwertig wirkende Obermaterial der Airflow-Jacke für 279,90 €. Ohne es genau zu wissen, fühlt sich das Obermaterial an Schultern und Ellbogen wie eine Art Wildleder an. Die X-Tream Air lässt sich nur an der Taille verstellen und ist daher eher leger geschnitten. Scott steckt die Jacke in den Adventure-Bereich, nach eigenem Augenmaß macht die Meshjacke aber auch auf jedem Naked-Bike eine gute Figur.
Die Sommerjacke mit Schutzklasse AA besitzt an Schultern und Ellbogen hochwertige Level-1-D3O-Protektoren. Optional sind Rücken- und auch Brustprotektor verfügbar. Natürlich hier nur der logische Hinweis, dass der Brustprotektor natürlich zulasten der Belüftung geht. Zum großen Sortiment an Scott-Hosen passt der lange Verbindungsreißverschluss. Im Test gehört die Scott-Jacke zu den luftigen Gesellen und ist durch ihren eher losen Schnitt sehr angenehm zu tragen.
Fazit – Sommerjacken 2025 im Test
Die Motorrad-Sommerjacken 2025 zeigen, wie unterschiedlich Komfort, Schutz und Funktion je nach Einsatzbereich ausfallen können. Während die Macna Orcano 2.0 mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem hitzegeplagte Stadtfahrer anspricht, bietet die Modeka Khao Air II durch ihre integrierte Membran echte Touring-Qualitäten und Allround-Tauglichkeit. Rev’it Swiftblade überzeugt mit sportlicher Optik und doppelter „AA“-Zertifizierung, richtet sich aber klar an Performance-orientierte Fahrer. Die Scott X-Tream Air punktet mit hochwertiger Haptik und viel Komfort – ideal für Abenteuerlustige und Naked-Bike-Fans. Unterm Strich zeigt der Test: Wer bei heißen Temperaturen sicher und komfortabel unterwegs sein will, findet in jeder Preisklasse passende Optionen – entscheidend ist der geplante Einsatzzweck.
(Bilder: TH)
