Adventure-Helm Test 2026: Drei Adventure-Helme zwischen 400 und 500 Euro im Vergleich

Adventure-Helme im Test
Lesezeit: 9 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Adventure-Bikes gehören seit Jahren zu den beliebtesten Motorradsegmenten. Modelle wie BMW GS, Honda Africa Twin, Yamaha Ténéré, KTM Adventure oder Ducati Multistrada verbinden Langstreckenkomfort mit der Möglichkeit, auch Schotter- und Feldwege zu meistern. Entsprechend steigen die Anforderungen an die passende Ausrüstung.

Genau hier setzt der Adventure-Helm an. Er kombiniert den Wetterschutz eines Integralhelms mit den Offroad-Eigenschaften eines Motocross-Helms und eignet sich sowohl für ausgedehnte Touren als auch für Abstecher ins Gelände.

Für diesen Adventure-Helm Test 2026 haben wir drei Modelle der 400- bis 500-Euro-Klasse miteinander verglichen:

Alle drei Helme erfüllen die aktuelle ECE 22.06-Norm. Bewertet wurden Verarbeitung, Ausstattung, Komfort, Belüftung, Passform sowie das Fahrverhalten auf Landstraße, Autobahn und leichtem Gelände.

Warum ein Adventure-Helm?

Reiseenduros erleben seit Jahren einen Boom. Neben etablierten Modellen wie BMW GS, Honda Africa Twin oder Yamaha Ténéré bieten inzwischen auch Hersteller wie Ducati, KTM, CFMOTO, Voge und Kove vielseitige Adventure-Bikes an.

Für diesen Motorradtyp ist ein Adventure-Helm die ideale Ergänzung. Er bietet den Komfort eines Integralhelms, verfügt über einen Schirm gegen Sonne und Steinschlag und erlaubt – je nach Modell – auch den Einsatz einer Crossbrille. Dadurch eignet er sich hervorragend für Fahrer, die sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter unterwegs sind.

Typische Merkmale eines Adventure-Helms sind:

  • großes Sichtfeld
  • integrierte Sonnenblende
  • effektive Belüftung
  • Schirm gegen Blendung und Schmutz
  • Pinlock-Vorbereitung
  • Vorbereitung für Kommunikationssysteme

Worauf kommt es beim Kauf an?

Nicht jeder Adventure-Helm verfolgt das gleiche Konzept. Manche Modelle richten sich an sportliche Offroad-Fahrer, andere legen den Schwerpunkt auf Komfort und lange Touren.

Die wichtigsten Kriterien sind:

Gewicht

Ein geringes Gewicht entlastet Nacken und Schultern – besonders auf langen Etappen oder beim Fahren im Stehen. Carbon-Helme bieten hier klare Vorteile und können gegenüber GFK-Helmen bis zu 200 Gramm leichter sein.

Material

Die getesteten Helme bestehen aus Carbon, Carbon-Komposit oder Glasfaser. Carbon punktet mit geringem Gewicht, Glasfaser überzeugt häufig durch Robustheit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Adventure-Helm

Airoh Commander 2

Adventure-Helm

Eigenschaften
  • Carbon-Außenschale
  • Sonnenblende
  • Pinlock inklusive
  • Zertifiziert nach ECE 22.06

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Adventure-Helm

Bell MX-9 Adventure MIPS

Adventure-Helm

Eigenschaften
  • MIPS-Technologie
  • Sonnenblende
  • Doppel-D-Verschluss
  • Zertifiziert nach ECE 22.06

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Belüftung

Eine gute Kinn- und Stirnbelüftung sorgt auch an warmen Tagen für angenehmen Fahrkomfort. Wichtig ist außerdem, dass sich alle Lüftungen problemlos mit Handschuhen bedienen lassen.

Visier und Sonnenblende

Ein modernes Adventure-Helm-System sollte über Pinlock-Vorbereitung, eine integrierte Sonnenblende und einen möglichst einfachen Visierwech

Passform

Der sicherste Helm ist der, der optimal sitzt. Während einige Hersteller eher sportliche Passformen wählen, bieten andere mehr Platz und Komfort. Deshalb sollte jeder Adventure-Helm vor dem Kauf unbedingt anprobiert werden.

Adventure-Helm oder Motocross-Helm?

Ein Motocross-Helm wurde ausschließlich für den Geländeeinsatz entwickelt. Er wird mit Crossbrille gefahren, bietet maximale Belüftung, besitzt jedoch weder Visier noch Sonnenblende.

Ein Adventure-Helm verbindet dagegen die Vorteile eines Integralhelms mit den Eigenschaften eines Offroad-Helms. Er schützt besser vor Wind und Wetter, eignet sich für lange Touren und bleibt gleichzeitig auf Schotter oder Waldwegen souverän. Für die meisten Reiseenduro-Fahrer ist er deshalb die vielseitigere Wahl.

Die Testkandidaten im Überblick

Für unseren Vergleich haben wir drei Adventure-Helme ausgewählt, die preislich nah beieinander liegen, technisch jedoch unterschiedliche Schwerpunkte setzen:

  • Nexx X.WED3 Trail Mania – der komfortorientierte Tourenhelm aus Portugal.
  • Airoh Commander 2 Skip – der leichte Adventure-Helm mit deutlicher Offroad-DNA.
  • LS2 MX701 Explorer Carbon Frontier II – der sportliche Carbonhelm mit markantem Design.

Im nächsten Abschnitt betrachten wir die drei Modelle im Detail und bewerten Verarbeitung, Ausstattung, Passform, Bedienung und Fahreigenschaften.

Nexx X.WED3 Trail Mania – Komfort für lange Touren

Der portugiesische Nexx X.WED3 richtet sich klar an Tourenfahrer, die Wert auf Komfort, hochwertige Verarbeitung und umfangreiche Ausstattung legen. Mit seiner GFK-Schale bringt er rund 1.675 Gramm auf die Waage und ist damit der schwerste Helm im Vergleich. Auf langen Straßenetappen fällt das Mehrgewicht jedoch kaum auf, im Gelände ist es bei häufigen Kopfbewegungen spürbarer.

Verarbeitung und Ausstattung

Die Verarbeitung bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau. Lackierung, Dichtungen und Innenausstattung wirken hochwertig und sauber verarbeitet. Besonders umfangreich fällt der Lieferumfang aus: Neben einer Pinlock-Scheibe gehören Windabweiser, GoPro-Halterung sowie Abdeckungen für den Betrieb mit Crossbrille zum Paket. Die Anleitung steht per QR-Code digital zur Verfügung.

Bedienung und Komfort

Große Griffmulden am Visier und großzügig ausgelegte Belüftungsschieber lassen sich auch mit Winter- oder Offroad-Handschuhen problemlos bedienen. Positiv fällt außerdem der werkzeuglose Visierwechsel auf – im Test die komfortabelste Lösung.

Die Innenausstattung überzeugt mit hochwertigen Materialien und cleveren Details. Die glatte Kunststoffunterseite der Polster erleichtert die Reinigung nach Geländeeinsätzen. Die Passform ist sportlich, ohne unangenehm eng zu wirken. Im Nacken sitzt der Helm stabil, während der großzügige Kinnbereich den Langstreckenkomfort erhöht.

Fahreindruck

Auf der Straße spielt der Nexx seine größten Stärken aus. Die Belüftung arbeitet effektiv, der Helm bleibt auch bei Autobahngeschwindigkeiten stabil und entwickelt trotz Schirm nur wenig Auftrieb. Lediglich der Schieber der Sonnenblende verursacht leichte Windgeräusche. Das höhere Gewicht bleibt der einzige echte Nachteil.

Vorteile

  • ✅ hochwertige Verarbeitung
  • ✅ umfangreichster Lieferumfang
  • ✅ sehr hoher Langstreckenkomfort
  • ✅ werkzeugloser Visierwechsel
  • ✅ effektive Belüftung
  • ✅ stabile Aerodynamik

Nachteile

  • ❌ höchstes Gewicht im Test
  • ❌ leichte Windgeräusche an der Sonnenblende

 

Gesamtwertung: ⭐⭐⭐⭐⭐

Technische Daten

Bestellnr.11085298
HerstellerNexx
ModellX.WED3 Trail Mania
AußenmaterialGFK
AusstattungSonnenbelende, Interkom vorbereitet, Emergency-Release, Innenfutter hypoallergen, Windabweiser, Pinlock
BelüftungOberkopf, Kinn
Garantie2 Jahre
Größen2XS – 3XL, 3 Schalen
PrüfnormECE 22.06
Verschluss Doppel-D
UVP549,95 €

Airoh Commander 2 Skip – Der Offroad-Spezialist

Der Commander 2 stammt vom italienischen Offroad-Spezialisten Airoh und trägt diese Herkunft deutlich zur Schau. Mit knapp 1.500 Gramm gehört er zu den leichtesten Helmen im Vergleich und fühlt sich besonders im Gelände ausgesprochen agil an.

Verarbeitung und Ausstattung

Die Carbon-Komposit-Schale sorgt für das geringe Gewicht und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Zum Lieferumfang gehören eine Pinlock-Scheibe sowie Zubehör für den Umbau auf Crossbrillenbetrieb. Der Schirm lässt sich relativ schnell demontieren, allerdings ist dafür Werkzeug erforderlich.

Bedienung und Komfort

Die Kinnbelüftung lässt sich gut bedienen, während die Visierverriegelung etwas umständlich ausfällt. Zum Öffnen muss gleichzeitig ein kleiner Knopf gedrückt und das Visier angehoben werden – mit dicken Handschuhen keine ideale Lösung.

Die Innenausstattung wirkt hochwertig und verfügt über ein Emergency-Release-System, mit dem Rettungskräfte die Wangenpolster schnell entfernen können. Die Passform ist komfortabel und etwas großzügiger als beim Nexx. Fahrer mit breiterer Kopfform dürften sich schnell wohlfühlen. Verbesserungsbedarf gibt es bei den Wangenpolstern und der Sonnenblende, die etwas dunkler und länger sein dürfte.

Fahreindruck

Sein geringes Gewicht macht den Commander 2 zum idealen Begleiter für Offroad-Touren. Auch auf der Straße überzeugt er durch eine angenehme Geräuschkulisse und stabile Fahreigenschaften. Die obere Belüftung arbeitet allerdings weniger effektiv als bei den beiden Mitbewerbern und die Visiermechanik bleibt der größte Kritikpunkt.

Vorteile

  • ✅ geringstes Gewicht
  • ✅ sehr gute Balance
  • ✅ sportliche Offroad-Ausrichtung
  • ✅ angenehme Geräuschentwicklung
  • ✅ gute Bewegungsfreiheit im Gelände

Nachteile

  • ❌ umständliche Visierverriegelung
  • ❌ Werkzeug für Umbauten erforderlich
  • ❌ durchschnittliche Belüftung
  • ❌ Sonnenblende etwas zu kurz

 

Gesamtwertung: ⭐⭐⭐⭐

Technische Daten

Bestellnr.11098119
HerstellerAiroh
ModellCommander 2 Skip
AußenmaterialCFK
AusstattungSonneblende, Interkom vorbereitet, Coolmax-Innenfutter hypoallergen, Windabweiser, Pinlock
BelüftungOberkopf, Kinn
Garantie2 Jahre
GrößenS – XL, 3 Schalen
PrüfnormECE 22.06
Verschluss Doppel-D
UVP492,95 €

LS2 MX701 Explorer Carbon Frontier II – Sportlicher Carbon-Allrounder

Mit dem MX701 Explorer Carbon verfolgt LS2 einen modernen Ansatz. Die Carbon-Schale sorgt für ein geringes Gewicht, während das kantige Design mit zahlreichen Spoilern und markanten Linien sofort ins Auge fällt. Optisch ist der LS2 der auffälligste Helm im Test.

Verarbeitung und Ausstattung

Die Verarbeitung überzeugt mit sauber lackierter Carbon-Oberfläche und hochwertiger Innenausstattung. Zum Lieferumfang gehören eine Pinlock-Scheibe, eine hochwertige Helmtasche mit Rucksackfunktion sowie weiteres Zubehör – ein praktischer Mehrwert für Tourenfahrer.

Die sieben Belüftungsöffnungen arbeiten effektiv und lassen sich leicht bedienen. Weniger gelungen ist der Visierwechsel, der ebenfalls Werkzeug erfordert.

Passform und Komfort

Der LS2 sitzt deutlich sportlicher als seine Konkurrenten. Vor allem im Bereich von Wangen und Nacken fällt die Passform eng aus. Fahrer mit schmaler Kopfform profitieren davon, breitere Gesichtsformen oder Brillenträger sollten den Helm vor dem Kauf unbedingt anprobieren. Die Sonnenblende funktioniert zuverlässig, könnte jedoch etwas dunkler sein.

Fahreindruck

Während der Fahrt überzeugt der LS2 mit seiner guten Belüftung und dem geringen Gewicht. Bis etwa 140 km/h bleibt der Helm stabil, darüber traten in unserem Test leichte Vibrationen auf. Außerdem reflektiert die helle Unterseite des Schirms bei tief stehender Sonne etwas stärker als bei den Mitbewerbern.

Fahreindruck

Während der Fahrt überzeugt der LS2 mit seiner guten Belüftung und dem geringen Gewicht. Bis etwa 140 km/h bleibt der Helm stabil, darüber traten in unserem Test leichte Vibrationen auf. Außerdem reflektiert die helle Unterseite des Schirms bei tief stehender Sonne etwas stärker als bei den Mitbewerbern.

Vorteile

  • ✅ leichtes Carbon-Gehäuse
  • ✅ hochwertige Verarbeitung
  • ✅ sehr gute Belüftung
  • ✅ umfangreiche Ausstattung
  • ✅ markantes Design

Nachteile

  • ❌ sportlich-enge Passform
  • ❌ leichte Vibrationen bei hohem Tempo
  • ❌ Visierwechsel nur mit Werkzeug

 

Gesamtwertung: ⭐⭐⭐⭐

Technische Daten

Bestellnr.11092493
HerstellerLS2
ModellMX701 Explorer Carbon Frontier II
AußenmaterialCFK
AusstattungSonnenblende, Emergency-Release, Innenfutter hypoallergen, Windabweiser, Pinlock
BelüftungOberkopf, Kinn
Garantie2 Jahre
GrößenXS – 3XL, 3 Schalen
PrüfnormECE 22.06
Verschluss Doppel-D
UVP449,00 €

Praxistest: Welcher Adventure-Helm überzeugt im Alltag?

Die drei Testkandidaten erfüllen zwar dieselbe Aufgabe, sprechen jedoch unterschiedliche Fahrertypen an. Erst im direkten Vergleich auf Landstraße, Autobahn und leichtem Gelände zeigen sich ihre individuellen Stärken und Schwächen.

Komfort

Beim Langstreckenkomfort setzt der Nexx X.WED3 den Maßstab. Die hochwertige Innenausstattung, die ausgewogene Passform und die effektive Belüftung sorgen auch nach mehreren Stunden im Sattel für ein angenehmes Tragegefühl. Das höhere Gewicht macht sich im Gelände zwar bemerkbar, auf Asphalt fällt es dagegen kaum ins Gewicht.

Der Airoh Commander 2 punktet mit seinem geringen Gewicht. Besonders bei Offroad-Passagen oder häufigen Kopfbewegungen wirkt er angenehm leicht und agil. Lediglich die etwas locker sitzenden Wangenpolster und die kurze Sonnenblende verhindern eine noch bessere Wertung.

Der LS2 MX701 Explorer Carbon vermittelt durch seine straffe Passform ein sehr sportliches Fahrgefühl. Fahrer mit schmaler Kopfform profitieren von dem festen Sitz, während breitere Gesichtsformen den Helm unbedingt vor dem Kauf anprobieren sollten.

Belüftung

Alle drei Helme bieten ausreichend Frischluft für sommerliche Touren, unterscheiden sich jedoch in ihrer Effektivität.

Der Nexx überzeugt mit der stärksten Gesamtleistung. Sowohl die Kinnbelüftung als auch die oberen Lufteinlässe arbeiten wirkungsvoll und lassen sich auch mit Handschuhen problemlos bedienen.

Der LS2 folgt knapp dahinter. Seine sieben Belüftungsöffnungen sorgen für ein angenehmes Helmklima, insbesondere bei höheren Temperaturen.

Beim Airoh arbeitet die Kinnbelüftung zuverlässig, die oberen Lüftungen fallen im Vergleich jedoch etwas schwächer aus.

Geräuschentwicklung und Aerodynamik

Alle drei Adventure-Helme bleiben auch bei höheren Geschwindigkeiten gut kontrollierbar.

Der Nexx überzeugt durch seine hohe Fahrstabilität und entwickelt trotz Schirm nur wenig Auftrieb. Lediglich leichte Windgeräusche am Schieber der Sonnenblende sind wahrnehmbar.

Der Airoh überrascht mit einer vergleichsweise geringen Geräuschentwicklung und bleibt auch bei Seitenwind angenehm stabil.

Beim LS2 traten oberhalb von etwa 150 km/h leichte Vibrationen auf. Im normalen Tourenbetrieb fällt dies jedoch kaum ins Gewicht.

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Adventure-Helm

LS2 MX701 Explorer Carbon

Adventure-Helm

Eigenschaften
  • Carbon-Außenschale
  • Sonnenblende
  • Pinlock inklusive
  • Zertifiziert nach ECE 22.06

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Adventure-Helm

Leatt Adventure 9.5 Carbon

Adventure-Helm

Eigenschaften
  • 4.5 Velocity-Brille enthalten
  • Carbon-Außenschale
  • Photochromes, klares Visier & Pinlock enthalten
  • Zertifiziert nach ECE 22.06

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Bedienung im Alltag

Im täglichen Einsatz zeigt sich der Nexx am benutzerfreundlichsten. Das Visier lässt sich werkzeuglos wechseln und sämtliche Bedienelemente sind auch mit Winterhandschuhen gut erreichbar.

Der Airoh und der LS2 bieten ebenfalls eine hochwertige Ausstattung, verlangen für den Visierwechsel beziehungsweise Umbauten jedoch Werkzeug. Besonders die Visierverriegelung des Airoh benötigt etwas Eingewöhnung.

Fazit: Drei Helme, drei Charaktere

Alle drei Adventure-Helme überzeugen mit einer hohen Verarbeitungsqualität und erfüllen die aktuelle ECE 22.06-Norm. Einen eindeutigen Gesamtsieger gibt es deshalb nicht – vielmehr hängt die Wahl vom persönlichen Fahrstil ab.

Gesamtwertung:

KategorieNexxAirohLS2
Verarbeitung⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Komfort⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Belüftung⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Gewicht⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Ausstattung⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
Gesamt⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐

Nexx X.WED3 Trail Mania

Der Nexx ist die erste Wahl für Tourenfahrer und Vielfahrer. Seine hochwertige Verarbeitung, der umfangreiche Lieferumfang und der hohe Langstreckenkomfort machen ihn zum ausgewogensten Gesamtpaket im Test. Wer überwiegend auf der Straße unterwegs ist und viele Kilometer fährt, findet hier den passenden Begleiter.

Airoh Commander 2 Skip

Der Airoh richtet sich an Fahrer mit Offroad-Ambitionen. Das geringe Gewicht, die sportliche Geometrie und das agile Fahrverhalten machen ihn besonders interessant für Schotter- und Endurotouren. Kleine Schwächen bei der Visiermechanik ändern nichts daran, dass er im Gelände seine größten Stärken zeigt.

LS2 MX701 Explorer Carbon Frontier II

Der LS2 überzeugt mit moderner Carbon-Technologie, markantem Design und sehr guter Ausstattung. Seine sportliche Passform passt nicht zu jeder Kopfform, bietet aber einen festen Sitz und ein direktes Fahrgefühl. Wer einen leichten Carbonhelm mit auffälliger Optik sucht, findet hier eine interessante Alternative.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Adventure-Helmen

1. Was ist ein Adventure-Helm?

Ein Adventure-Helm kombiniert die Eigenschaften eines Integralhelms mit denen eines Offroad-Helms. Er besitzt ein Visier, eine Sonnenblende und einen Schirm und eignet sich sowohl für die Straße als auch für Schotter- und Feldwege.

2. Was unterscheidet einen Adventure-Helm von einem Endurohelm?

Die Begriffe werden häufig synonym verwendet. Im engeren Sinn ist ein Adventure-Helm stärker auf lange Touren und den Straßeneinsatz ausgelegt, während klassische Endurohelme häufig ohne Visier gefahren werden.

3. Ist ein Adventure-Helm für die Autobahn geeignet?

Ja. Moderne Adventure-Helme sind aerodynamisch optimiert und bieten auch bei höheren Geschwindigkeiten einen hohen Fahrkomfort. Je nach Modell können Windgeräusche durch den Schirm jedoch etwas höher ausfallen als bei klassischen Integralhelmen.

4. Warum besitzen Adventure-Helme einen Schirm?

Der Schirm schützt vor tief stehender Sonne, aufgewirbeltem Schmutz sowie kleinen Steinen und reduziert Blendungen im Gelände.

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Adventure-Helm

Scorpion ADX-2

Adventure-Klapphelm

Eigenschaften
  • Polycarbonat-Außenschale
  • Sonnenblende
  • Pinlock inklusive
  • ECE 22.06 & P/J-Homologation

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Nexx X.Wed3

Adventure-Helm

Eigenschaften
  • X-Pro Carbon-Aussenschale
  • Sonnenblende
  • Pinlock inklusive
  • Zertifiziert nach ECE 22.06

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5. Sind Adventure-Helme lauter als Integralhelme?

In der Regel ja. Durch den Schirm entstehen zusätzliche Luftverwirbelungen. Hochwertige Modelle reduzieren diesen Effekt jedoch deutlich.

6. Was bedeutet ECE 22.06?

ECE 22.06 ist die aktuell gültige europäische Sicherheitsnorm für Motorradhelme. Sie beinhaltet strengere Prüfverfahren als die frühere ECE 22.05 und berücksichtigt unter anderem verschiedene Aufprallwinkel und die Sicherheit von Anbauteilen.

7. Kann ich ein Kommunikationssystem nachrüsten?

Ja. Alle drei getesteten Helme verfügen über vorbereitete Lautsprecheraussparungen und eignen sich für gängige Kommunikationssysteme.

8. Wann sollte ein Motorradhelm ersetzt werden?

Spätestens nach einem Sturz oder wenn die Helmschale beziehungsweise die Innenausstattung sichtbare Schäden aufweist. Auch ohne Unfall empfehlen viele Hersteller einen Austausch nach fünf bis sieben Jahren regelmäßiger Nutzung.

Bild von Erwin Van Hoof

Erwin Van Hoof

Ehemalige Motorradjournalist in Belgien und der Niederländen, hat über 300 Motorräder getestet und die letzte 40 Jahren ca 600.000 km gefahren in mehr als 20 Länder in Europa, Afrika, Nähen Osten und Asien. Ist Business insider (Branchenkenner pur Sang), war lange Direktor und Vertriebsleiter von deutsche und europäsche Unternehmen in die Motorradbranche und kennt die Szene und Produkte sehr gut. Liebt und atmet Motorsport, fährt 20.000 km in Jahr so wohl Enduro, Adventure als auf Straße. Hat privat 5 unterschiedliche Motorräder u.a. eine 500 Zweitakter Wayne Rainey Replika womit er regelmäßig bei Classic Moto GP Events auf Rennstrecken unterwegs ist.

(Bilder: Daniel Reinig, Erwin Van Hoof, Hersteller)

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