Motorrad Sommerbekleidung: So fährst Du kühl und geschützt

Von Tobi Juni 26, 2026 0 Kommentare
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Lesezeit: 11 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Sommer, Sonne, Motorrad. Klingt perfekt, bis die Hitze unter der Jacke steht. Genau dann stellt sich die Frage: Welche Motorrad Sommerbekleidung hält Dich kühl, ohne beim Schutz zu sparen?

Die kurze Antwort lautet: Du brauchst luftige, geprüfte Motorradbekleidung. T-Shirt, kurze Hose und Sneaker sind keine Lösung für die Straße. Moderne Sommerjacken, Meshhosen, Airflow-Handschuhe und Funktionswäsche machen heiße Tage auf dem Motorrad deutlich angenehmer. Gleichzeitig bleiben Protektoren, Abriebschutz und ein guter Sitz wichtig. 

In diesem Ratgeber erfährst Du, worauf es bei Motorrad Sommerbekleidung ankommt. Du bekommst klare Tipps für Jacke, Hose, Handschuhe, Schuhe und Schichten. Außerdem erklären wir Dir die wichtigsten Normen wie EN 17092, EN 13594 und ECE 22-06.

Warum Motorrad Sommerbekleidung mehr können muss als kühlen

Wenn die Temperaturen steigen, wird Motorradkleidung schnell zur Belastung. Besonders im Stadtverkehr, an Ampeln und in Staus staut sich Wärme. Viele Fahrer denken dann über dünnere Alltagskleidung nach. Genau hier beginnt das Problem.

Normale Freizeitkleidung ist nicht für Stürze auf Asphalt gemacht. Baumwolle, Sneaker oder dünne Sommerjacken bieten keinen motorradspezifischen Abrieb- und Aufprallschutz. Meshjacken sind deshalb die bessere Alternative zu T-Shirt und Freizeitkleidung. Sie kombinieren Luftdurchsatz mit Schutzfunktionen.

Alpinestars Tech-Air 5 System, Airbagweste ©Hersteller

Gute Motorrad Sommerbekleidung hat also zwei Aufgaben. Sie soll Fahrtwind an den Körper lassen und Hitze reduzieren. Gleichzeitig soll sie Protektoren sicher an Ort und Stelle halten. Dazu kommen abriebfeste Materialien an exponierten Stellen wie Ellbogen oder Schultern.

Wichtig ist auch die aktive Sicherheit. Wer stark überhitzt, fährt oft unkonzentrierter. Luftige Sommeranzüge können das Wohlbefinden erhöhen und die Fahrt entspannter machen. Sehr luftige Motorradkleidung kann bei der passiven Sicherheit Kompromisse bedeuten kann. Deshalb zählt immer die Balance aus Komfort und Schutz.

Welche Kleidung Du im Sommer auf dem Motorrad tragen solltest

Im Sommer brauchst Du eine vollständige Ausrüstung. Dazu gehören ein geprüfter Motorradhelm, eine belüftete Motorradjacke, eine Motorradhose, Motorradhandschuhe und Motorradschuhe oder Stiefel. Funktionswäsche kann zusätzlich helfen, Feuchtigkeit besser vom Körper wegzuleiten.

Der Helm sollte nach ECE 22-06 geprüft sein. Diese Regelung betrifft Motorradhelme und Visiere. Sie gehört nicht direkt zur Sommerbekleidung, bleibt aber ein zentraler Teil Deiner Ausrüstung.

Bei Jacke, Hose und Einteiler ist EN 17092 relevant. Diese Norm teilt Motorradbekleidung in Klassen ein. Häufig siehst Du A, AA oder AAA. A steht für leichte Bekleidung mit niedrigerer Schutzstufe. AA und AAA stehen für höhere Anforderungen.

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Rev'it Swiftblade ©Hersteller

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Sommerjacke

Eigenschaften
  • Außenmaterial 600 D Ripstop & Leder
  • Level 1 Protektoren an Gelenken
  • Schutzklasse AA

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Alpinestars Sherpa

Motorrad Hoodie

Eigenschaften
  • Größen: S bis 4XL
  • Tech-Air Airbag ready
  • Schutzklasse: A

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Für Handschuhe ist EN 13594 wichtig. Dort gibt es Level 1 und Level 2. Level 2 bietet höhere Anforderungen. Bei Level 2 ist die Prüfung des Knöchelschutzes verpflichtend.

Für kurze Wege gilt: Verzichte nicht auf Schutz, nur weil die Strecke kurz ist. Gerade beim Pendeln oder in der Stadt passieren viele Situationen unerwartet. Eine leichte Meshjacke, eine belüftete Hose und kurze Sommerhandschuhe sind hier oft sinnvoll. Wichtig ist, dass alles richtig sitzt.

Auf längeren Touren brauchst Du mehr Reserven. Morgens kann es kühl sein, mittags sehr heiß und abends wieder frisch. Deshalb sind belüftete Textilanzüge, herausnehmbare Schichten oder separate Regenlagen praktisch. Eine reine Meshjacke kann bei wechselhaftem Wetter schnell an Grenzen kommen.

Motorradjacke im Sommer: Mesh, Textil oder Leder?

Die Motorradjacke ist das Herzstück Deiner Sommerausrüstung. Sie schützt Oberkörper, Schultern und Ellbogen. Je nach Modell kommt auch ein Rückenprotektor dazu. Genau deshalb sollte die Jacke nicht nur luftig sein, sondern auch geprüft und passend ausgestattet.

Meshjacken bieten den stärksten Luftdurchsatz. Große Netzflächen lassen Fahrtwind direkt an den Körper. Das ist besonders angenehm bei Stadtfahrten, Pendelstrecken und warmen Landstraßentouren. 

Der Vorteil von Mesh ist klar: Viel Luft, wenig Hitzestau, hoher Tragekomfort. Der Nachteil liegt im Schutzkompromiss. Viele besonders leichte Sommerjacken sind eher auf Komfort ausgelegt und erreichen nur Schutzklasse A.

©Riding Culture

Textiljacken mit Belüftungsöffnungen sind vielseitiger. Sie haben Reißverschlüsse oder Ventilationsflächen an Brust, Rücken und Armen. Du kannst die Luftzufuhr dosieren. Das ist praktisch, wenn Du morgens kühl startest und später bei Hitze fährst. Für Touren ist diese Lösung oft flexibler als eine reine Meshjacke.

Perforiertes Leder ist eine sportliche Sommeroption. Kleine Öffnungen im Leder verbessern die Belüftung. Gleichzeitig bleibt das typische Ledergefühl erhalten. Im Stadtverkehr kann perforiertes Leder trotzdem warm werden. Es passt eher zu sportlichen Fahrten mit konstantem Fahrtwind, beispielsweise auf der Rennstrecke.

Achte bei jeder Sommerjacke auf den Sitz. Die Jacke darf nicht flattern. Protektoren müssen an Schulter und Ellbogen bleiben. Ein vorbereiteter oder enthaltener Rückenprotektor ist sinnvoll. Bei vielen Jacken lohnt sich ein Blick in die Produktdaten.

Sommer Motorradhose: Belüftung, Schutz und Beweglichkeit

Die Hose wird beim Sommerkauf oft unterschätzt. Viele Fahrer achten zuerst auf Jacke und Handschuhe. Dabei brauchen Knie, Hüfte und Gesäß ebenfalls Schutz. Eine normale Jeans ist keine Motorradhose.

Eine gute Sommer Motorradhose bietet Belüftung und Protektorensitz. Meshflächen oder Ventilationsöffnungen bringen Luft an die Beine. Ein leichtes Futter kann Feuchtigkeit besser weiterleiten. Knieprotektoren sollten vorhanden sein. Hüftprotektoren sollten enthalten oder nachrüstbar sein.

Textilhosen sind für den Sommer besonders praktisch. Sie können luftige Zonen mit robusteren Bereichen verbinden. An stärker belasteten Stellen sollten abriebfestere Materialien sitzen. Das betrifft vor allem Knie, Hüfte und Gesäß.

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Motorrad Kombi Kevlar Jeans Cargo Hose, John Doe Defender Mono, Cargohose ©Hersteller

John Doe Defender Mono

Motorrad Cargohose

Eigenschaften
  • Motorradhose Schutzklasse AAA
  • XTM-Fiber®/Stretch-Baumwoll-Mix
  • in Lang- und Kurzgrößen erh.

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LS2 OF599 Spitfire II

Jethelm

Eigenschaften
  • Multidichtes EPS
  • Größen: XS bis 3XL
  • Geprüft nach ECE 22.06

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Motorradjeans können im Alltag angenehm sein. Sie sehen unauffälliger aus und passen gut zu kurzen Stopps in der Stadt – ihr Belüftungsgrad kommt aber nicht an Textilhosen mit Belüftungsöffnugnen heran. Wichtig ist die Zertifizierung nach EN 17092. Eine normale Jeans ersetzt keine geprüfte Motorradjeans.

Auch bei der Hose zählt die Passform. Zu weite Hosen flattern, bei einem Sturz verschieben sich die Protektoren und sind wirkungslos. Zu enge Hosen blockieren Bewegung und Luftzirkulation. Setz Dich bei der Anprobe auf das Motorrad oder simuliere die Sitzhaltung. Erst dann merkst Du, ob Knieprotektoren richtig sitzen.

Für Touren lohnt sich eine Hose mit Verbindungsreißverschluss. So kannst Du Jacke und Hose verbinden. Das kann den Sitz verbessern und verhindert, dass die Jacke bei Bewegung hochrutscht.

Motorradhandschuhe für den Sommer: luftig, griffig, geprüft

Sommerhandschuhe sollen leicht sein. Trotzdem müssen sie Deine Hände schützen. Bei einem Sturz stützt man sich oft reflexartig ab. Deshalb gehören Handschuhe auch bei kurzen Sommerfahrten zur Pflichtausrüstung im eigenen Sicherheitsverständnis.

Gute Sommerhandschuhe setzen auf perforiertes Leder, Mesh oder luftige Textilzonen. Die Innenhand sollte griffig und robust sein. Häufig kommt Ziegenleder zum Einsatz, weil es geschmeidig ist und gutes Griffgefühl bietet. Der motoin Airflow-Handschuh-Test bewertet genau diese Punkte: Luftdurchsatz, Griffgefühl, Komfort und Schutzdetails.

©Tobias Höfer Airflow Handschuhe

Kurze Stulpen sind im Sommer beliebt. Sie lassen sich schnell anziehen und sitzen angenehm unter oder über der Jacke. Wichtig ist ein sicherer Verschluss. Der Handschuh darf bei Zug nicht von der Hand rutschen.

Achte auf EN 13594. Level 1 steht für Handschuhe mit Schutz und geringerer ergonomischer Einschränkung. Level 2 steht für höhere Anforderungen. Bei Level 2 ist die Knöchelschutzprüfung verpflichtend.

Der motoin Test zeigt verschiedene Ansätze. Leichte Airflow-Handschuhe können sehr luftig sein. Stärker ausgestattete Modelle bieten mehr Schutzdetails an Knöcheln, Handballen oder Fingern. Entscheide nach Deinem Einsatz. Für Stadt und Pendeln zählt viel Komfort. Für sportliche Fahrten darf es mehr Schutzreserve sein.

Schuhe, Stiefel und Protektoren: Was bei Hitze oft vergessen wird

Bei Hitze greifen viele Fahrer zu Sneakern. Das ist bequem, aber keine gute Motorradlösung. Motorradschuhe und Sommerstiefel sind für Belastungen beim Fahren entwickelt. Sie können Knöchel, Ferse, Zehen und Sohle besser unterstützen.

Für die Stadt sind kurze Motorradschuhe beliebt. Sie sehen oft alltagstauglich aus und sind leichter als Tourenstiefel. Trotzdem sollten sie motorradspezifische Schutzdetails haben. Achte auf feste Sohlen, Knöchelschutz und abriebfeste Außenmaterialien.

Auf Touren sind höhere Stiefel sinnvoll. Sie schützen mehr vom Unterschenkel und bieten besseren Halt. Belüftete Varianten oder perforierte Zonen verbessern den Komfort im Sommer. Wer sich der Wetterlage sicher ist, kann hier auch auf Produkte mit dem Zusatz „Air“ zurückgreifen. Diese verzichten zwar auf den Wetterschutz, sind aber besonders gut belüftet.

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Motorrad für den Alltag, Revit Arrow, Schuhe ©Hersteller

Revit Arrow

Schuhe

Eigenschaften
  • Größe 39 - 47
  • Weiches Nubukleder, teils perforiert
  • OrthoLite® X40™ Schaum-Innensohle

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Furygan V4 Easy D3O, Schuhe wasserdicht ©Hersteller

Furygan V4 Easy D3O

Schuhe wasserdicht

Eigenschaften
  • Größe 37 - 47
  • Wasserdichte atmungsaktive Membran
  • Reißverschluss auf der Rückseite

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Protektoren verdienen besondere Aufmerksamkeit. Schulter, Ellbogen und Knie sind meist serienmäßig ausgestattet. Rücken- und Hüftprotektoren sind oft optional. Wenn Deine Jacke oder Hose nur vorbereitet ist, solltest Du passende Protektoren ergänzen.

Bei Protektoren gibt es Level 1 und Level 2. Level 2 steht für höhere Anforderungen bei der Restkraft. Das bedeutet nicht, dass Verletzungen ausgeschlossen sind. Es hilft Dir aber, Produkte objektiver zu vergleichen.

Eine Protektorenjacke kann im Sommer interessant sein. Sie trägt Schutz nah am Körper. Darüber kann je nach Einsatz eine abriebfeste Schicht getragen werden. Wichtig ist: Protektoren allein ersetzen nicht automatisch abriebfeste Motorradoberbekleidung.

Funktionswäsche und Schichten: So bleibt Dein Körper trockener

Funktionswäsche klingt im Sommer erst einmal nach zusätzlicher Wärme. In der Praxis kann sie aber sehr hilfreich sein. Sie liegt direkt auf der Haut und transportiert Feuchtigkeit besser ab als Baumwolle. Dadurch klebt die Motorradkleidung weniger stark am Körper. Baumwolle speichert Feuchtigkeit. Wenn Du stark schwitzt, bleibt sie lange nass. Das fühlt sich unangenehm an und kann später auskühlen. 

Das Schichtprinzip funktioniert auch bei Hitze. Direkt auf der Haut liegt Funktionswäsche. Darüber kommt die Schutzkleidung. Auf Touren kann eine leichte Wind- oder Regenlage dazukommen. So kannst Du auf wechselnde Bedingungen reagieren.

Motorrad Stiefel Sicherheit nach Norm

Belüftung solltest Du dosieren. Voll geöffnete Ventilation klingt verlockend. Bei sehr starkem Fahrtwind kann sie aber unangenehm werden, besonders wenn Du bereits stark geschwitzt hast. Öffne Reißverschlüsse bewusst und passe sie an Tempo, Wetter und Strecke an.

Auch Farbe und Schnitt spielen eine Rolle. Helle Kleidung kann sich in der Sonne angenehmer anfühlen. Ein lockerer, aber sicherer Schnitt lässt Luft zirkulieren. Zu weite Kleidung ist dagegen keine Lösung, weil Protektoren verrutschen können.

Welche Normen bei Sommerbekleidung wichtig sind

Normen machen Motorradbekleidung besser vergleichbar. Sie ersetzen keine Beratung und keine passende Auswahl. Sie geben Dir aber wichtige Hinweise auf Schutz, Prüfverfahren und Einsatzbereich.

Für Jacken, Hosen und Anzüge ist EN 17092 entscheidend. Die Normenreihe umfasst verschiedene Schutzklassen. SATRA beschreibt Teile für AAA, AA, A, B und C. Für den Einkauf sind vor allem A, AA und AAA relevant.

A steht für leichte Schutzkleidung. Sie ist oft bequemer und luftiger. AA bietet höhere Anforderungen und passt gut zu vielen Alltags- und Toureneinsätzen. AAA steht für die höchste Schutzklasse in dieser Einordnung. Sie findet sich eher bei besonders robuster Bekleidung.

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Scott Softcon Air

Protektorenjacke

Eigenschaften
  • D3O®-Platten an Brust und Rücken
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  • Schutzlevel 1

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Dainese Wave D1 Air

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  • Schutzlevel 2

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Bei Sommerbekleidung ist A nicht automatisch schlecht. Es kann für Stadt und kurze Strecken sinnvoll sein. Du solltest aber wissen, was Du kaufst. Wenn Du längere Touren, höhere Geschwindigkeiten oder sportlichere Strecken fährst, können AA oder AAA die bessere Orientierung sein.

Für Handschuhe gilt EN 13594. Level 1 und Level 2 beschreiben unterschiedliche Leistungsstufen. Level 2 bietet erhöhte Anforderungen. Die Knöchelschutzprüfung ist dort verpflichtend.

Beim Helm ist ECE 22-06 relevant. Diese Regelung betrifft Motorradhelme und Visiere. Auch im Sommer sollte Dein Helm geprüft, passend und gut belüftet sein. Ein dunkles Visier oder eine Sonnenblende kann angenehm sein. Achte aber immer auf Zulassung und Sichtverhältnisse.

Kaufberatung nach Fahrprofil: Stadt, Tour, Reise und Sport

Nicht jede Motorrad Sommerbekleidung passt zu jedem Fahrer. Entscheidend ist, wie und wo Du fährst. Ein Pendler braucht andere Kleidung als ein sportlicher Landstraßenfahrer. Ein Reisefahrer braucht mehr Reserven als jemand auf kurzen Stadtstrecken.

Für Stadt und Pendeln zählt Alltagstauglichkeit. Eine leichte Meshjacke, eine belüftete Hose, kurze Sommerhandschuhe und Motorradschuhe sind praktisch. Achte auf gute Beweglichkeit, einfache Verschlüsse und ausreichend Taschen. Die Kleidung sollte schnell anziehbar sein, aber trotzdem sicher sitzen.

Für Wochenendtouren ist mehr Flexibilität sinnvoll. Eine belüftete Textilkombination kann besser passen als eine reine Meshjacke. Du kannst Luftöffnungen schließen, wenn es kühler wird. Eine separate Regenlage ist auf längeren Strecken sehr praktisch.

©Yamaha

Für Reisen brauchst Du ein System. Morgens kann es kühl sein, mittags heiß und abends nass. Hier sind variable Belüftung, herausnehmbare Schichten und gute Kombinierbarkeit wichtig. Funktionswäsche, Regenlage und Tourenhandschuhe als Ergänzung können sinnvoll sein.

Für sportliche Fahrten zählt Schutzreserve stärker. Perforiertes Leder oder robuste Textilbekleidung mit höherer EN 17092 Klasse ist oft passender. Ein Verbindungsreißverschluss zwischen Jacke und Hose ist empfehlenswert. Protektoren sollten eng und sicher sitzen.

Für Adventure und leichte Offroad-Einsätze brauchst Du viel Beweglichkeit. Luftige Handschuhe, belüftete Jacken und robuste Hosen sind wichtig. Gleichzeitig darf die Kleidung nicht zu locker sitzen. Sonst verrutschen Protektoren bei Bewegung.

Pflege und Alltagstipps für heiße Tage

Sommerbekleidung bekommt viel ab. Schweiß, Staub, Sonnencreme und Insektenreste setzen Material und Futter zu. Regelmäßige Pflege hält die Kleidung angenehmer und kann die Funktion unterstützen.

Beachte immer das Pflegeetikett. Nimm Protektoren vor dem Waschen heraus, wenn der Hersteller das vorgibt. Nutze keine aggressiven Reiniger. Leder braucht andere Pflege als Textil. Meshflächen solltest Du vorsichtig reinigen, damit das Gewebe nicht beschädigt wird.

©mucoff Motorradbekleidung reinigen

Plane bei Hitze mehr Pausen ein. Trinke ausreichend und beobachte Deine Konzentration. Wenn Dir schwindelig wird oder Du Dich unwohl fühlst, solltest Du die Fahrt unterbrechen. Das ist keine Schwäche, sondern eine kluge Entscheidung.

Stelle Belüftungen vor dem Losfahren ein. Während der Fahrt an Reißverschlüssen zu hantieren, lenkt ab. Prüfe außerdem, ob Ärmel, Bund und Handschuhe gut schließen. Luft soll hinein, aber die Kleidung soll nicht flattern.

Parke Deine Ausrüstung möglichst im Schatten. Ein Helm oder Handschuhe in direkter Sonne werden sehr heiß. Auch dunkle Bekleidung heizt sich schneller auf. Ein kurzer Check vor der Weiterfahrt macht den Neustart angenehmer.

FAQ zu Motorrad Sommerbekleidung

1. Was zieht man zum Motorradfahren im Sommer an?

Trage geprüfte Motorrad Sommerbekleidung. Dazu gehören Helm, belüftete Jacke, Motorradhose, Motorradhandschuhe und Motorradschuhe. Mesh, Funktionswäsche und Belüftungsöffnungen helfen gegen Hitze.

2. Was sollte man im Sommer auf einem Motorrad tragen?

Du solltest luftige, aber schützende Motorradbekleidung tragen. Achte bei Jacke und Hose auf EN 17092. Bei Handschuhen ist EN 13594 wichtig.

3. Wie bleibt man in Motorradkleidung kühl?

Nutze Meshflächen, Belüftungsreißverschlüsse und Funktionswäsche. Öffne die Belüftung bewusst und plane Pausen ein. Trinke ausreichend und meide unnötig lange Stopps in praller Sonne.

4. Was tragen Motorradfahrer im Sommer?

Viele tragen Meshjacken, belüftete Textilhosen, Sommerhandschuhe und Motorradschuhe. Sportliche Fahrer nutzen oft perforiertes Leder. Wichtig ist immer geprüfter Schutz.

5. Bei welcher Temperatur sollte man kein Motorrad mehr fahren?

Es gibt keine feste Temperaturgrenze für alle Fahrer. Entscheidend sind Dein Zustand, Deine Ausrüstung und die Strecke. Bei Schwindel, Unwohlsein oder sinkender Konzentration solltest Du nicht weiterfahren.

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6. Ist eine Meshjacke sicher?

Eine Meshjacke kann eine sinnvolle Sommerlösung sein. Prüfe aber die EN 17092 Klasse, die Materialien und die Protektoren. Für höhere Schutzreserven können AA oder AAA sinnvoll sein

7. Ist Leder im Sommer besser als Textil?

Das hängt vom Einsatz ab. Perforiertes Leder passt gut zu sportlicher Fahrt. Textil und Mesh sind im Alltag oft luftiger. Für Stadt und Pendeln ist Mesh meist angenehmer.

8. Sind kurze Motorradhandschuhe im Sommer sinnvoll?

Ja, wenn sie geprüft sind und sicher sitzen. Achte auf EN 13594, griffiges Innenhandmaterial und einen festen Verschluss. Der Handschuh darf nicht von der Hand rutschen.

9. Brauche ich im Sommer Funktionswäsche?

Funktionswäsche ist sehr empfehlenswert. Sie kann Feuchtigkeit besser weiterleiten als Baumwolle. Dadurch fühlt sich Motorradkleidung bei Hitze angenehmer an.

10. Welche Schutzklasse ist für Sommerbekleidung gut?

Für Stadt und kurze Wege kann A passen. Für Touren und höhere Geschwindigkeiten sind AA oder AAA oft die bessere Orientierung. Entscheidend bleiben Fahrprofil, Passform und Protektoren.

Fazit: Kühl fahren, ohne Schutz zu verschenken

Motorrad Sommerbekleidung ist mehr als dünne Kleidung. Sie ist ein durchdachtes System aus Belüftung, Schutz, Passform und Schichten. Meshjacken, Sommerhosen, Airflow-Handschuhe und Funktionswäsche können heiße Tage deutlich angenehmer machen.

Wichtig bleibt: Schutz kommt zuerst. Achte bei Jacke und Hose auf EN 17092. Prüfe bei Handschuhen EN 13594. Trage einen passenden Helm nach ECE 22-06. Ergänze fehlende Protektoren, wenn Jacke oder Hose nur vorbereitet sind.

Die beste Lösung hängt von Deinem Fahrprofil ab. Für Stadt und Pendeln darf es leicht und luftig sein. Für Touren brauchst Du mehr Flexibilität. Für sportliche Strecken zählt Schutzreserve. Wenn Du diese Punkte beachtest, fährst Du im Sommer kühler, entspannter und besser ausgerüstet.

(Bilder: Macna, Alpinestars, Riding Culture, S100, TH)

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