Navi vs. Smartphone 2025 – GPS Navigation am Motorrad

Von Tobi Feb. 13, 2025 0 Kommentare
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Lesezeit: 6 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Der Weg ist das Ziel, lautet eine Weisheit beim Motorradfahren. Neben der altbekannten Straßenkarte drängt sich immer mehr die GPS Navigation in den Vordergrund, um besagten Weg zu finden. Entweder als moderne Variante via Smartphone, oder auch weiterhin als klassisches Navi in Form eines autarken Geräts. Unser Beitrag zu den besten Navigationsgeräten 2025 klärt über Vor- und Nachteile der Nutzung beider Gerätetypen auf dem Motorrad auf.

GPS Navigation mit autarkem Motorrad Navi – die Digitalisierung der Straßenkarte

Bis in die 2000er war das Mittel der Wahl zur Navigation bei den Motorradfahrern die Karte. Natürlich gab es jene Rallye-Asse, die auf ihr fortlaufendes Papier-Roadbook setzten – in der Regel fand sich aber dennoch in den meisten Tankrucksäcken das Kartenfach mit den beliebten Straßenkarten.

Selbst heute bieten sie noch Vorteile – denn sie brauchen keinen Strom. Und können nebenbei auch weder den Kälte- noch Hitzetod sterben. Doch die Zeiten haben sich gewandelt – sodass ab den 2000ern externe Navigationsgeräte mit Live-Traffic zum Mittel der Wahl für Tourenfahrer wurden.

Robust, kompakt, exakt – GPS Navigation

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Autarke Navigationsgeräte haben diverse Vor- und Nachteile. Sie sind robust, trotzen oftmals Stürzen aus mittlerer Höhe, sind wasser- und staubdicht. Außerdem ist ihre GPS Navigation im Vergleich sehr genau und sie haben eine hohe Akkulaufzeit. Falls der Stromfluss doch versiegt, lassen sie sich meist einfach an das Bordstromnetz des Motorrads anschließen.

Im Gegensatz dazu sind Motorrad Navigationsgeräte relativ teuer, meist sind auch Kartenupdates nicht umsonst. UND – sie können navigieren – mehr meist nicht. Das können sie richtig gut, aber an die Multifunktionalität eines Smartphones kommen sie natürlich nicht heran.

Alle Vor- und Nachteile von autarken Navigationsgeräten:

Vorteil

Nachteil

✅ Robustheit

❌ Gerätekosten

✅ Kompatibilität zum Bike

❌ Updatekosten

✅ Genauigkeit

❌ linearer Funktionsumfang

✅ Akkulaufzeit

❌ Platzbedarf

✅ Bedienbarkeit

 

Smartphone als Navi nutzen – günstig & flexibel

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Das Smartphone – aus dem Alltag kaum noch wegzudenken – bietet sich natürlich auch als Navigationsoption auf dem Motorrad an. Moderne Autos integrieren Anschlussmöglichkeit für das Handy, da sind Motorräder leider noch nicht ganz so weit. Wer also sein Smartphone auf dem Motorrad nutzen will, benötigt ein Haltesystem. Von günstigen Alternativen raten wir wirklich ab – hochwertige Motorradhalterungen für ein Smartphone sind beispielsweise von SP Connect und Quadlock erhältlich. 

Wie schon erwähnt, ist das Smartphone als Navigationsgerät äußerst flexibel. Neben Navigations-Apps können Communities integriert werden, Hotels gebucht oder schlicht Parktickets bezahlt werden. Ein Großteil der Motorradbesitzer nennen auch ein Smartphone ihr eigen, somit fallen keine extra Gerätekosten an und auch die Apps sind entweder kostenfrei oder sehr günstig im Vergleich zu einem externen Navigationsgerät.

gps navigation motorrad ©spconnect

Technisch sind Smartphones mittlerweile den klassischen Navis, was Rechen- und Speicherleistung betrifft, haushoch überlegen. Eine sehr schnelle und komfortable Bedienung zeichnet die Nutzung von Smartphones aus. Auch können die Handys in Sachen Aktualität der Karten bei Navi und Smartphone für sich punkten. Die Kehrseite des Ganzen ist jedoch ein hoher Akkuverbrauch. Gerade wenn die volle Displayhelligkeit genutzt wird und das Mobilgerät Witterungseinflüssen wie Kälte oder starker Hitze ausgesetzt ist, schrumpft das Akkuvolumen auf wenige Stunden Dauerbetrieb.

Alle Vor- und Nachteile von Smartphones als Navi:

Vorteil

Nachteil

✅ Kostengünstig

❌ Internet & GPS nötig

✅ Flexibilität

❌ Akkulaufzeit

✅ Aktualität

❌ Ablesbarkeit

✅ Funktionalität

❌ Bedienbarkeit

✅ techn. Performance

❌ Stromversorgung

 

Smartphone Navi Apps: die App macht den Unterschied

Steht die Entscheidung für das Smartphone als Navigations-Lösung, führt der Weg nur über eine App zum Ziel. Google Maps hat sich bei Autos mit Anbindung an Apple Carplay bzw. Android Auto als Programmlösung etabliert. Für die reine Zielfindung ist dies aktuell auch die einfachste Lösung – beste Verkehrsdaten, schnelles Routing – allerdings auch nur wenige Optionen, die ein Motorradfahrer sucht. Es fehlt beispielsweise ein ausgeklügeltes Navigieren über kurvenreiche Strecken oder über besonders sehenswerte Straßen.

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Das Angebot an Routing-Apps für Motorradfahrer ist ansehnlich und mit jedem Update kommen neue Optionen, welche die App optimieren. Hier hat jeder seine eigenen Präferenzen, nachfolgend eine Liste gängiger Apps:

  • Calimoto – Navigation, Routenplaner und Tracking für Motorradfahrer – auch offline!
  • Kurviger Plane, fahre und zeichne kurvenreiche Motorrad-Touren auf. Entdecke die kurvigsten Motorradstrecken und erlebe schöne Rundtouren…
  • Motobit – Motorrad Tourenplaner, Navigation, GPS Aufzeichnung, alles in einer Motorrad App
  • Ridelink – Kostenlose Motorrad Navigation, Routenplanung, Live GPS Tracking und Community
  • Riser – Entdecke perfekte Routen, finde neue Mitfahrer und teile unvergessliche Momente!
  • Detecht – Motorrad GPS-App für das Verfolgen, Planen und Erkunden neuer Motorradrouten!
  • Rever – Dein Ritt/Abenteuer startet hier & jetzt

Beeline - Wandler zwischen den Systemen

Beeline Moto Navigationssystem ©Hersteller

Zwischen Navigationsgerät und Smartphone gibt es noch Display-Lösungen wie das Beeline. Das Beeline ist ein rundes Display, welches sich aufgrund seiner Größe sehr einfach im Sichtbereich des Fahrers platzieren lässt. Es funktioniert in Kombination mit einer Smartphone-App und zeigt die Route entweder in einer sehr reduzierten Kartendarstellung oder in einer einfacheren Pfeildarstellung an. Das eigentliche Routing hingegen übernimmt das Handy. 

Der Vorteil dieser Lösung ist, dass das wertvolle Smartphone geschützt aufbewahrt werden kann, während das Beeline als Display-Erweiterung gut ablesbar den Weg weist. Der Nachteil – am Ende des Tages basieren beide Geräte auf einer Stromversorgung per Akku. Bei 30 Stunden Nutzungszeit verlangt das Beeline und  spätestens nach einem vollen Fahrtag auch das Handy nach Strom.

Welche Variante der GPS Navigation ist die beste für Motorräder?

Auch wenn es eine Geschmacksfrage bleibt, gibt es für manche Fahrertypen prädestinierte Lösungen der GPS Navigation. Der Pendler, der nur von A nach B möchte, und vielleicht noch auf dem Motorrad die Autobahn-Nutzung ausschließt, fährt mit Smartphone und Google Maps am besten – weil effizient. Ist das mobile Endgerät nicht wasserdicht, kann auf eine Displayerweiterung wie das Beeline zurückgegriffen werden. Beides ist sehr benutzerfreundlich in der Bedienung. 

Für den Abenteuer-Enduro-Typ, der viel im Gelände sowie bei jeglicher Witterung unterwegs ist, braucht es ein schlagfestes, 100% dichtes Navi in stabilem Halter. 

Der Gelegenheits-Tourenfahrer wird sowohl mit dem Smartphone wie auch mit klassischen Navi zurecht kommen – hier findet sich die Lösung nach eigener Präferenz.  

(Bilder: Garmin, SP Connect, Beeline)

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