Motorrad Fahrsicherheitstraining: Übersicht und Angebote 2025

Von Tobi Mai 8, 2025 0 Kommentare
Fahrsicherheitstraining
Lesezeit: 5 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Motorradfahren ist mehr als alles andere eine Übungssache. Und wo lässt es sich besser üben als bei einem Motorrad Fahrsicherheitstrainings? Denn durch die Winterpause, in der Motorradfahrer entweder weniger oder gar keine Kilometer abspulen, kommen wir in regelmäßigen Zyklen aus der Übung. Um diesen Rückstand zum letzten Saisonende zügig aufzuholen oder an der eignen Technik zu feilen, bieten sich Fahrsicherheitstrainings an. Hier kann unter geschulten Augen am eigenen Fahrkönnen gefahrlos gefeilt werden. Wir zeigen alle Stufen von Motorrad Fahrsicherheitstrainings und klären, welche Trainingsart für welchen Fahrertyp zu empfehlen ist.

Fahrsicherheitstraining für Einsteiger

Natürlich bildet der Motorradführerschein die Grundlage zum Führen eines Motorrads im Straßenverkehr. Es ist die Erlaubnis zum Fahren – die Kenntnisse zum Fahren werden im Straßenverkehr erworben. Gerade beim Motorrad, welches im bewegten Zustand dauerhaft mit der Physik spielt, gilt dies mehr als für jede andere Fahrzeugkategorie. 

Fahrsicherheitstraining für Einsteiger
Ein enger Slalom ist schwieriger. Hier eine Fahrübung bei der MOTORRAD Safety League.

Ein guter Einstieg ins Motorradleben sind die Beginner-Trainings vom ADAC. Die sogenannten Motorrad-Basis-Trainings bieten einen guten Punkt zum Anknüpfen nach der Fahrausbildung oder einen guten Einsteig nach einer langen Motorrad-Abstinenz. Es geht um die Grundlagen der Fahrzeugbeherrschung wie Bremsen, Blickführung und generelle Kurven-Techniken. Die Kurse mit maximal 12 Teilnehmern dauern circa acht Stunden, Voraussetzung dafür ist eine gültige Fahrerlaubnis sowie das eigene Motorrad samt Schutzkleidung.

Fahrtraining Motorrad: Auf Erfolge aufbauen

Sind die Grundlagen des Motorradfahrens in Fleisch und Blut übergegangen, lässt sich über eine bessere Fahrtechnik noch immer deutlich mehr Sicherheit und Fahrspaß generieren. An diesem Punkt knüpfen Aufbautrainings an. Hier wird noch einmal genau auf die Fahrtechniken geschaut, beispielsweise die Unterschiede zwischen Bremsungen mit und ohne ABS oder im speziellen Fokus auf Kurvenfahrten und entsprechende Schräglage. 

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Hier gibt es einige Anbieter: ADAC, Dekra oder auch manche Motorradhersteller haben solche Trainingsformate im Programm. Bei Honda beispielsweise nennt sich diese Stufe des Fahrtrainings “Fun & Safety Sicherheitstrainings”. Generell geht es bei allen Angeboten um eine Stärkung des Selbstvertrauens und dem Ausbau der eigenen Sicherheit im Verkehr. Ambitionierte Sportfahrer sind hier falsch.

Kurven- und Schräglagentraining: Technik macht schnell

Auch für bereits geübte Fahrer gibt es noch immer Aspekte, um sich zu verbessern. Gerade in der Essenz des Motorradfahrens, der Kurvenfahrt, bleibt erfahrungsgemäß die meiste Luft nach oben. In gezielten Kurventrainings und Schräglagentrainings wird die eigene Technik von erfahrenen Coaches unter die Lupe genommen und optimiert. Es geht um Ideallinie, Körperhaltung und Blickführung. 

Fahrsicherheitstraining
Der Instruktor vorweg: Er schätzt das Können ein und gibt nützliche Tipps.

Einige Anbieter halten dafür speziell umgebaute Motorräder bereit, die sich bei voller Schräglage auf Ausleger lehnen, um dem Piloten die Angst vorm Wegrutschen zu nehmen. Hier kann besonders gut die eigene Körperhaltung trainiert werden, ohne Gefahr zu laufen, bei Fehlern direkt mit dem Asphalt in Kontakt zu kommen. Auch erste Versuche des Knieschleifens lassen sich auf solchen Maschinen bewerkstelligen.

Intensivtrainings, Perfektionstrainings, Spezial-Trainings

Je tiefer man nun in die Materie der Motorrad Trainings einsteigt, desto spezifischer wird es. Beispielsweise werden auf einigen Rennstrecken in Deutschland Intensivtrainings angeboten, die irgendwo zwischen einem reinen Fahrtraining und einem Renntraining liegen. Es ist die Kombination aus der Vermittlung von Streckenkenntnissen und Fahrtechniken. 

Auf der Suche nach solchen Veranstaltungen ist man bei Anbietern von Renntrainings aber beispielsweise auch beim MOTORRAD action team oder bei Ducati4U gut aufgehoben. Hier wird nach Fahrkönnen unterteilt, um zu fördern aber nicht zu überfordern. Auch ist hier eine solide Selbsteinschätzung wichtig. Niemandem ist geholfen, in der schnellsten Gruppe 30 Sekunden hinterherzufahren oder bei der Anfängergruppe gelangweilt im Pulk zu bummeln.

Fahrsicherheitstraining Motorrad, Trail Training am Nürburgring ©Tobias Höfer
Mit kleinen und sehr leichten Maschinen wird beim Trail Training die Balance geübt.

Abseits der Straße gibt es auch weitere Trainingsarten, die im Motorrad-Alltag viel bringen. Eine sehr gute Möglichkeit, die eigene Geschicklichkeit und Balance zu schulen ist ein Trail-Training. Hier geht es nicht um Speed, sondern um reine Körper- und Fahrzeugbeherrschung. Was im ersten Moment sehr fernab der Praxis klingt, bringt aber enorm viel Balance-Gefühl und Sicherheit im Straßenverkehr.

Auch für Piloten von Adventure-Bikes wird einiges geboten. Sie kommen bei Enduro-Lehrgängen auf ihre Kosten. Wer sein Abenteuer-Bike tatsächlich auch einmal im Gelände fahren will, kann das hier in einem sicheren Rahmen üben. Wer möchte die ersten peinlichen Schotter-Erfahrungen schon gerne vor seinen Freunden auf einer Urlaubsreise machen?

Rennstreckentrainings: Nach Herzenslust am Kabel ziehen

Im Motorrad-Kosmos kann man nirgendwo mehr über sich und sein Bike lernen als auf der Rennstrecke. Für einen Rennstreckentraining oder Track Day sollte die eigene mentale und körperliche Verfassung stimmen – auch bei den Fahrkenntnissen sollte man nach ehrlicher eigener Einschätzung auf einem soliden mittleren Niveau liegen. Dann spricht nichts gegen einem schweißtreibendem und lehrreichen Tag auf der Rennstrecke. Hier kann nach Herzenslust am Kabel gezogen werden. Wer zum ersten Mal eine Rennstrecke besucht, sollte sich zunächst an einen Instruktor hängen, bevor es ans freie Fahren geht.  

Fazit: Fahrsicherheitstrainings ein Gewinn für jeden

Motorrad Fahrsicherheitstrainings bieten für Fahrer aller Erfahrungsstufen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu verbessern und ihre Sicherheit zu erhöhen. Für Einsteiger sind Basis-Trainings eine solide Grundlage, um die wichtigsten Fahrtechniken wie Bremsen und Kurvenfahren zu erlernen. Für fortgeschrittene Fahrer bieten spezielle Aufbautrainings, Schräglagentrainings und Intensivkurse die Gelegenheit, die eigene Technik zu perfektionieren und das Selbstvertrauen im Umgang mit dem Motorrad zu stärken. 

Besonders für ambitionierte Fahrer, die ihre Fähigkeiten weiter ausbauen möchten, sind spezialisierte Trainings wie Rennstrecken- oder Enduro-Kurse eine wertvolle Möglichkeit. Diese Kurse vermitteln nicht nur fahrerische Fertigkeiten, sondern fördern auch das Balancegefühl und die Fahrzeugbeherrschung in schwierigen Situationen. Insgesamt tragen solche Trainings maßgeblich dazu bei, das Unfallrisiko zu minimieren und den Fahrspaß zu steigern, indem sie sicherstellen, dass jeder Fahrer mit seinem Motorrad jederzeit souverän und sicher unterwegs ist.

Anbieter von Motorrad Fahrsicherheitstrainings

(Bilder: ADAC, Ducati4U, Parts Europe/ PixelRace, TH)

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