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Ein Urlaub mit dem Motorrad kann das Highlight des Jahres werden – vorausgesetzt man hat beim Motorradtour planen nichts vergessen. Damit das nicht geschieht, erklären wir, was es bei der Planung von Motorradtouren in Deutschland, Europa oder auf anderen Kontinenten grundsätzlich zu beachten gibt.
Der Weg ist das Ziel
Am Anfang steht die grobe Festlegung des Reiseziels. Dieses beeinflusst viele weitere Vorbereitungen wie den Reisezeitraum und die Besonderheiten des Zielgebiets. Das Ziel kann eine Stadt, eine Region, ein Land oder sogar ein ganzer Kontinent sein. Je klarer der Reisewunsch definiert ist, desto einfacher wird die Planung. Besonders bei Motorradtouren durch Europa ist eine detaillierte Planung der Reiseroute essenziell, um Zeit zu sparen und kulturelle Highlights einzubauen. Wer Europa verlässt, sollte sich frühzeitig über Verkehrsregeln, Ein- und Ausreisebestimmungen sowie Zahlungsmöglichkeiten informieren. Benötigte Dokumente wie ein internationaler Führerschein, Fahrzeugschein, Reisepass oder Carnet de Passage (Zolldokument) müssen rechtzeitig beantragt werden.
Dein Motorrad – der Partner für deine Motorradtour
Das Reisemotorrad sollte sich in einem einwandfreien Zustand befinden. Verschleißteile wie Reifen, Bremsen, Kette und Öl müssen ausreichend Restlebensdauer haben, um unvorhergesehene Reparaturen unterwegs zu vermeiden. Für Reisen in Westeuropa reicht meist ein kleiner Werkzeugsatz aus – es sei denn, das Motorradmodell erfordert Spezialwerkzeug, etwa für den Radausbau. Praktische Motorradtour Gadgets wie ein Reifenreparaturset oder Multitool sind hilfreich für kleinere Pannen. Damit lassen sich kleinere Pannen wie ein Plattfuß überbrücken, bis die nächste Werkstatt erreicht ist.
Wer länger unterwegs ist benötigt Gepäck
Wer länger als einen Tag unterwegs ist, benötigt für seine Motorradtour Gepäck – hier gilt: weniger ist mehr. Der Stauraum eines Motorrads ist begrenzt, ebenso die Zuladung. Neben Alukoffern und Topcases gibt es auch praktische und optisch ansprechende Softgepäck-Lösungen. Wichtig ist, dass mindestens eine Tasche wasserdicht ist. Beim Packen sollte zudem Platz für Trinkwasser und Snacks eingeplant werden, idealerweise griffbereit im Tankrucksack. Schweres gehört nach unten, häufig benötigte Dinge nach oben, damit alles leicht zugänglich bleibt.
Motorrad Bekleidung updaten?
Das Ziel ist klar, das Motorrad startbereit – nun geht es um die passende Kleidung. Entspricht meine Motorradbekleidung den Wetterbedingungen am Zielort und entlang der An- und Abreise? Eine Textilkombination mit Membran und Futter ist ein idealer Begleiter für Motorradtouren. Sie schützt zuverlässig vor Wind und Wetter, lässt sich aber bei warmem Wetter leicht anpassen, da Membran und Futter herausgenommen und verstaut werden können. Mit solch einer vielseitigen Tourenkombi ist man bestens vorbereitet.
Motorradtour Tipps: Wer mit dem Flugzeug reist und vor Ort ein Motorrad mietet, sollte den eigenen Helm im Handgepäck mitnehmen. Während sich Schuhe, Handschuhe, Jacke und Hose im Falle eines verlorenen Koffers meist ersetzen lassen, ist es deutlich schwieriger, vor Ort einen passenden Helm zu finden.
Motorradtour Packliste – alles, was du brauchst
- Bargeld & Kreditkarte
- Bordwerkzeug
- Kabelbinder
- Multitool
- Panzertape
- Campingausrüstung ggf.
- Dokumente
- Auslandsdokumente
- Ausweis
- Fahrzeugpapiere
- Führerschein
- Karte Krankenversicherung
- Freizeitschuhe
- Gehörschutz
- Hygieneartikel
- Kabelbinder
- Leichte Freizeitbekleidung
- Motorradschloss
- Mülltüten (50l)
- Multitool
- Navigation
- Panzertape
- Reiseapotheke
- Smartphone
- Ladegerät
- Powerbank
- Steckdosenadapter ggf.
- Taschenlampe/ Stirnlampe
- Verbandtasche
- Verpflegung (Snacks & Getränke)
- Warnweste
- Wäsche
Motorradtouren für Anfänger bis Reiseprofi
Mit diesen Motorradtour Tipps kannst du sowohl Anfängerstrecken als auch anspruchsvolle Touren sicher planen. Beste Motorradtouren lassen sich überall fahren – vorausgesetzt, die Strecke passt zum eigenen Fahrkönnen und dem der Mitreisenden. Ehrliche Selbsteinschätzung ist dabei entscheidend. Plane lieber mehr Pausen ein, als zu wenig, und halte die Etappenlängen kürzer, um mehr Zeit für Sightseeing zu haben. Ein solider Plan ist hilfreich, doch unterwegs können immer unvorhergesehene Situationen auftreten. Daher ist Flexibilität ein Muss.
In kleinen Gruppen mit bis zu 4 Personen hat es sich abseits der Hauptsaison bewährt, die Unterkunft erst während der Mittagspause zu buchen – zumindest in Europa. Zu diesem Zeitpunkt hat man bereits die ersten Kilometer hinter sich und kann das Wetter sowie die verbleibende Fahrzeit besser einschätzen. Motorradfreundliche Hotels wie MoHo-Unterkünfte, Tourenfahrer-Partnerhäuser oder die Empfehlungen des ADAC sind besonders geeignet. Sie bieten nicht nur Komfort, sondern oft auch sichere Abstellplätze für Motorräder sowie teilweise Wasch- und Servicemöglichkeiten. Auch kennen die Gastwirte meist die beste Motorradtour im Umkreis der Unterkunft – ein kurzer Plausch lohnt sich.
Navigation: Der Weg ans Ziel
Der Weg ist das Ziel – doch wie findet man ihn? Für die Navigation auf dem Motorrad stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: klassische Landkarten, Navigationsgeräte oder wasserdichte Smartphones mit Motorradtouren Apps. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Landkarten benötigen keinen Strom, sind aber bei Dunkelheit schwer lesbar und anfällig für Regen. Navigationsgeräte bieten praktisches Routing und lassen sich vorab mit Tourplänen bestücken, nehmen jedoch viel Platz am Motorrad ein. Smartphones sind kompakter, lassen sich aber oft schlecht mit Handschuhen bedienen.
Für den Autor hat sich die Kombination aus Landkarte zur Vorplanung und Smartphone mit Motorradtour App kombiniert mit einem universellen Halter für die Navigation bewährt. Heutzutage ist das Handy sowieso immer dabei und nimmt daher keinen Extra-Stauraum ein. Diese Lösung eignet sich freilich nicht für staubige Sahara-Etappen, hier wäre ein robustes Navi die erste Wahl.
Gängige Motorradtouren Apps:
- Google Maps
- Kurviger
- Calimoto
- TomTom MyDrive
- Sygic
- Rever
- Biker-Route
- Motoplaner
Mailand, Rom, Madrid – Hauptsache Italien
Alle Wege führen nach Rom – und genauso vielfältig sind die Ansätze, eine Motorradtour zu planen. Motorradtouren in Europa bieten von den Alpen bis nach Andalusien unzählige Möglichkeiten für jedes Fahrerprofil. Ein Universalrezept gibt es nicht, da jede Tour von individuellen Faktoren abhängt: vom Reiseziel über die Gruppengröße bis hin zur eigenen Fahrerfahrung. Doch eine gründliche Planung ist der Schlüssel für eine gelungene Reise. Jede Minute, die in die Motorradtour Vorbereitung investiert wird, zahlt sich unterwegs vielfach aus. Dank des Internets lassen sich nahezu alle Informationen über das Reiseziel im Voraus recherchieren. Kombiniert mit einer Portion Flexibilität steht einer unvergesslichen Tour nichts mehr im Weg.
(Bilder: Klim, Airoh, Beeline, TH)
