Handschuhe
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Motorradhandschuhe: Dein ultimativer Guide für perfekten Grip, Schutz & Komfort
Deine Hände sind Deine wichtigste Verbindung zum Motorrad. Sie bedienen Gas, Bremse und Kupplung und geben Dir das entscheidende Gefühl für die Maschine. Gleichzeitig sind sie bei einem Sturz instinktiv das Erste, was den Boden berührt. Aus diesem Grund sind hochwertige Motorradhandschuhe kein optionales Accessoire, sondern ein absolut unverzichtbarer Teil Deiner Schutzausrüstung. Sie schützen nicht nur vor schweren Verletzungen, sondern auch vor Wind, Kälte und Regen und sorgen für einen sicheren, rutschfesten Griff am Lenker.

Doch die Auswahl ist riesig: Sportlicher Racing-Handschuh, wasserdichter Tourenhandschuh oder luftiger Sommerhandschuh? Leder oder Textil? Mit oder ohne Membran? Dieser umfassende Guide bringt Licht ins Dunkel. Wir erklären Dir, warum Handschuhe so wichtig sind, stellen Dir die wichtigsten Typen für jeden Einsatzzweck vor und geben Dir eine detaillierte Kaufberatung an die Hand, damit Du garantiert die richtige Entscheidung für Deine Sicherheit und Deinen Komfort triffst.
Warum Motorradhandschuhe unverzichtbar sind: Mehr als nur ein Accessoire
Viele unterschätzen die Bedeutung von Handschuhen, doch sie erfüllen drei lebenswichtige Funktionen gleichzeitig.
Die Schutzfunktion
Deine Hände als erste Verteidigungslinie
Bei einem Sturz, selbst bei niedriger Geschwindigkeit, ist die natürliche Reaktion, sich mit den Händen abzustützen. Ohne Schutz führt der Kontakt mit rauhem Asphalt selbst bei kurzen Rutschern sofort zu tiefen und schmerzhaften Schürfwunden, Knochenbrüchen und Sehnenverletzungen. Hochwertige Motorradhandschuhe besitzen abriebfestes Material (Leder oder spezielle Textilien) und Protektoren an den entscheidenden Stellen:
- Knöchelprotektoren: Schützen vor direkten Schlägen.
- Handballenschleifer: Verhindern das "Hängenbleiben" der Hand am Asphalt und lassen sie stattdessen gleiten, was Handgelenksbrüche vorbeugt.
- Fingerprotektoren: Schützen die empfindlichen Fingerknöchel.
Grip und Gefühl
Die direkte Verbindung zur Maschine
Verschwitzte oder kalte Hände haben weniger Griffkraft und Gefühl. Motorradhandschuhe sorgen für einen sicheren, rutschfesten Halt an den Lenkergriffen. Dies ermöglicht eine präzise Bedienung von Gas, Bremse und Kupplung und verhindert ein Abrutschen in kritischen Situationen. Die vorgeformte Passform moderner Handschuhe unterstützt zudem eine ergonomische und ermüdungsfreie Haltung.
Rechtliche Lage
Sind Motorradhandschuhe Pflicht?
Dies ist eine häufige Frage. In Deutschland gibt es, anders als beim Helm, keine explizite gesetzliche Pflicht zum Tragen von Motorradhandschuhen. Allerdings wird es von allen Sicherheitsexperten und Versicherungen dringend empfohlen. Im Falle eines Unfalls kann das Nichttragen von Schutzhandschuhen von Gerichten als Fahrlässigkeit ausgelegt und Dir eine Mithaftung zugesprochen werden, was zu einer Kürzung von Versicherungsleistungen führen kann.
Für jeden Einsatz der richtige Handschuh: Die wichtigsten Typen im Überblick
Der perfekte Handschuh passt immer zum Einsatzzweck. Wir stellen Dir die fünf wichtigsten Kategorien vor, um Dir die Auswahl zu erleichtern.
Sporthandschuhe: Maximale Sicherheit für die Rennstrecke

- Charakteristik: Diese Handschuhe sind kompromisslos auf Schutz und Performance ausgelegt. Sie verfügen über eine lange, schützende Stulpe, die über der Jacke getragen wird, massive Hartschalenprotektoren an Knöcheln und Fingern sowie die wichtigen Handballenschleifer. Oft sind sie aus extrem abriebfestem Känguruleder gefertigt und an den Fingern für optimalen Grip vorperforiert.
- Empfehlung: Der Alpinestars SP-8 V3 Handschuh ist ein perfektes Beispiel für einen sportlichen Handschuh, der Features aus dem Rennsport für die Straße zugänglich macht.
Tourenhandschuhe: Der komfortable Allrounder für lange Strecken
- Charakteristik: Der Tourenhandschuh ist der Alleskönner. Sein Hauptmerkmal ist meist eine integrierte, wasserdichte und atmungsaktive Klimamembran (z.B. Gore-Tex). Er bietet eine ausgewogene Mischung aus Schutz durch weiche Protektoren und hohem Tragekomfort für stundenlange Fahrten. Praktische Details wie ein Visierwischer am Zeigefinger sind hier Standard.
- Empfehlung: Als klassischer, hochfunktionaler Tourenhandschuh aus Leder mit Gore-Tex Membran ist der Held Secret Pro eine exzellente Wahl für anspruchsvolle Reisende.
Sommer- & Crosshandschuhe: Maximale Belüftung an heißen Tagen

- Charakteristik: Wenn die Temperaturen steigen, sind luftige Handschuhe unerlässlich. Sommerhandschuhe sind meist kurz geschnitten und bestehen aus einem Mix aus perforiertem Leder und großen Mesh-Einsätzen, um einen maximalen Luftstrom zu gewährleisten. Crosshandschuhe sind noch minimalistischer und bestehen fast vollständig aus dünnem, flexiblem Textilmaterial für maximales Griffgefühl im Gelände.
- Empfehlung: Der Klim Baja S4 Handschuh ist ein High-End-Beispiel für einen perfekt belüfteten Adventure-Handschuh, der sich ideal für Fahrten im Hochsommer eignet.
Winterhandschuhe: Nie wieder kalte Finger

- Charakteristik: Kalte und steife Finger sind ein enormes Sicherheitsrisiko. Winterhandschuhe bekämpfen dies mit einer dicken Thermo-Isolierung (z.B. Thinsulate oder PrimaLoft), einer wasserdichten Klimamembran und einer langen Stulpe, die dicht mit der Jacke abschließt.
Die Königsklasse: Beheizbare Handschuhe
- Für Extrem- und Ganzjahresfahrer sind beheizbare Handschuhe die ultimative Lösung. Über einen Akku werden feine Heizdrähte mit Strom versorgt, die die Finger aktiv wärmen.
- Empfehlung: Die Lenz Heat Glove 6.0 Finger Cap Handschuhe sind ein Beispiel für ein solches High-Tech-System, das selbst bei Minusgraden für warme Hände sorgt.
Unterziehhandschuhe: Das flexible Plus an Wärme
- Charakteristik: Eine clevere und flexible Lösung für die Übergangszeit. Dünne Unterziehhandschuhe aus Funktionsmaterialien wie Merinowolle oder Seide werden einfach unter dem normalen Sommer- oder Tourenhandschuh getragen. Sie schaffen eine zusätzliche Isolationsschicht und können den Komfortbereich eines Handschuhs um mehrere Grad nach unten erweitern.
- Empfehlung: Die Halvarssons Wool Unterhandschuhe aus Merinowolle sind ein perfektes Beispiel für ein kleines Upgrade mit großer Wirkung.
Kaufberatung: Worauf Du beim Handschuhkauf achten musst
Neben dem richtigen Typ sind diese vier Kriterien entscheidend für Deine Wahl.
1. Materialkunde: Leder vs. Textil
Der große Vergleich
- Die Materialfrage ist eine der grundlegendsten. Beide haben spezifische Vor- und Nachteile.
| Kriterium | Lederhandschuhe | Textilhandschuhe |
|---|---|---|
| Abriebsfestigkeit | Unübertroffen. Leder bietet den besten Schutz bei einem Rutsch über den Asphalt. | Gut, aber erreicht meist nicht das Niveau von hochwertigem Leder. Oft mit Leder an sturzgefährdeten Zonen verstärkt. |
| Passform | Passt sich mit der Zeit perfekt an die Hand an ("zweite Haut"). | Von Anfang an bequem, aber weniger anpassungsfähig. |
| Wetterschutz | Von Natur aus windabweisend. Nur mit Membran wirklich wasserdicht. | Oft von Haus aus mit wasserdichten Membranen ausgestattet. |
| Pflege | Benötigt regelmäßige Pflege mit Lederfett, um geschmeidig zu bleiben. | Meist sehr pflegeleicht und maschinenwaschbar. |
| Preis | In der Regel teurer als reine Textilhandschuhe. | Oft günstiger in der Anschaffung. |
2. Die Schutz-Zertifizierung
Was bedeutet Level 1 und Level 2?
- Achte auf die Zertifizierung nach der Norm EN 13594:2015. Diese prüft Kriterien wie Abriebfestigkeit, Reißfestigkeit und die Schutzwirkung der Knöchelprotektoren.
- Schutzlevel 1 (KP1): Der Standard für die meisten Touren- und Allround-Handschuhe.
- Schutzlevel 2 (KP2): Die höhere Schutzklasse, die strengere Tests erfordert. Sie ist meist bei hochwertigen Sport- und Racing-Handschuhen zu finden.
3. Die perfekte Passform
Keine Falten, volle Kontrolle
Die richtige Größe ist entscheidend für Komfort und Sicherheit. Ein Handschuh sollte wie eine zweite Haut sitzen:
- Die Finger sollten die Spitzen des Handschuhs ausfüllen, aber nicht vorne anstoßen.
- Beim Schließen der Hand zur Faust darf kein übermäßiger Druck oder eine Einschränkung der Blutzirkulation entstehen.
- Es sollten sich keine störenden Falten in der Handinnenfläche bilden, da diese das Griffgefühl beeinträchtigen.
4. Wichtige Features im Detail
- Stulpenlänge: Kurze Stulpen sind im Sommer luftiger und praktischer. Lange Stulpen, die über die Jacke gehen, bieten mehr Schutz für das Handgelenk und verhindern, dass Wind und Regen in den Ärmel gelangen.
- Wasserdichte Membran: Für Ganzjahres- und Tourenfahrer ist eine Membran (z.B. Gore-Tex) unverzichtbar, um bei Regen trockene Hände zu behalten.
- Touchscreen-Kompatibilität: Ein spezielles Material an den Fingerspitzen von Zeigefinger und Daumen ermöglicht die Bedienung von Smartphone oder Navi, ohne den Handschuh ausziehen zu müssen.
FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zu Motorradhandschuhen
1. Sind Motorradhandschuhe in Deutschland Pflicht?
Nein, es gibt keine gesetzliche Tragepflicht. Es wird aber dringend empfohlen und kann bei einem Unfall versicherungsrechtliche Konsequenzen haben.
2. Was für Handschuhe brauche ich für die Fahrschule?
Für die praktische Prüfung sind Handschuhe Pflicht. Ein guter Allround-Tourenhandschuh mit Protektoren (Level 1) ist hier eine sichere und sinnvolle Wahl.
3. Wie müssen Motorradhandschuhe sitzen?
Eng anliegend, aber nicht einschnürend. Du solltest eine Faust machen können, ohne dass es spannt, und es dürfen sich keine Falten in der Handfläche bilden.
4. Wie pflege ich meine Lederhandschuhe richtig?
Nach der Reinigung mit einem feuchten Tuch sollten sie langsam an der Luft (nicht auf der Heizung!) trocknen. Anschließend mit einem speziellen Lederfett oder -balsam behandeln, um das Leder geschmeidig zu halten.
5. Was bedeutet Schutzlevel 1 (KP1)?
Es ist die Standard-Schutzklasse nach der EU-Norm EN 13594. Sie garantiert einen geprüften Mindestschutz an den Knöcheln und eine ausreichende Abriebfestigkeit für die meisten Situationen im Straßenverkehr.
6. Welche Handschuhe sind am besten für den Sommer?
Kurze, gut belüftete Handschuhe aus einem Mix von Textil/Mesh und perforiertem Leder. Sie bieten Schutz, ohne dass Deine Hände überhitzen.
7. Sind wasserdichte Handschuhe wirklich atmungsaktiv?
Ja, hochwertige Klimamembranen wie Gore-Tex sind so konzipiert, dass sie Wasser von außen abhalten, aber Schweiß in Form von Wasserdampf von innen nach außen durchlassen.
8. Meine Hände sind zwischen zwei Größen. Welche soll ich nehmen?
Im Zweifel die etwas größere Größe. Zu enge Handschuhe schränken die Blutzirkulation ein und führen schnell zu kalten und tauben Fingern.
9. Was ist ein Visierwischer am Handschuh?
Eine kleine Gummilippe, meist am linken Zeigefinger oder Daumen, mit der man bei Regen das Helmvisier von Wassertropfen freiwischen kann. Ein extrem praktisches Feature für Tourenfahrer.
10. Wie finde ich meine Handschuhgröße heraus?
Messe den Umfang Deiner Hand an der breitesten Stelle (über den Knöcheln, ohne Daumen) mit einem Maßband. Vergleiche diesen Wert in Zentimetern mit der Größentabelle des jeweiligen Herstellers.
Fazit: Die richtige Wahl für Deine Hände
Deine Hände verdienen den besten Schutz und den höchsten Komfort. Die Wahl des richtigen Handschuhs ist keine Nebensache, sondern eine entscheidende Komponente Deiner Fahrausrüstung. Analysiere Deinen Haupteinsatzzweck – ob sportliche Kurvenjagd, epische Weltreise oder der tägliche Weg durch die Stadt – und wähle das Modell, das genau dafür entwickelt wurde.
Nutze unser riesiges Sortiment und die praktischen Filter, um den perfekten Handschuh für Deine Bedürfnisse zu finden.

































































































































































































































































































































































































































