Auf der Fahrt mit anderen Motorad-Kumpels kommunizieren, Telefongespräche hören oder einfach nur Musik hören – Headsets bieten Motorradbesitzern viele Möglichkeiten. Sie sind quasi die Verbindung zur Außenwelt und können zudem eine Tour noch schöner machen. Doch welche Vorteile bietet ein Headset grundsätzlich? Welche Unterschiede existieren zwischen den einzelnen Headsets und was ist beim Kauf zu beachten?

Welche Vorteile bietet ein Headset?

Ein Headset mit Bluetooth-Kommunikation ist keine Pflicht und gehört auch nicht zwingend zur Grundausstattung. Motorradfreunde können ihre Touren also auch ohne dieses Gadget genießen. Trotzdem sind damit einige unschätzbare Vorteile verbunden, die vieles vereinfachen.

Dazu gehören vor allem:

  1. Musik und Nachrichten während der Fahrt hören

Ein Headset bietet Motorradfahrern die Möglichkeit, bequem während der Fahrt Musik zu hören oder auch Nachrichten zu empfangen. So lässt sich eine kurzfristige Wettereinschätzung einholen oder einfach nur die eigene Fahrt mit dem passenden Sound veredeln. Dies funktioniert je nach Modell wahlweise über Playlisten auf dem eigenen Smartphone (per Bluetooth) oder direkt per Radio-Funktion.

  • Kommunikation mit Mitfahrern

Auch Motorradtouren machen mit mehreren Beteiligten besonders viel Spaß. Doch die Kommunikation ist auf dem Bike ungleich schwerer als beispielsweise bei einer Autofahrt. Headsets bieten die Chance, per Bluetooth-Kommunikation in Kontakt zu bleiben. So lassen sich gemeinsam Pausen planen oder ein spontaner Routenwechsel angehen.

  • Wichtige Telefonate annehmen

Neben der Kommunikation mit Tour-Mitgliedern haben Motorradfreunde über ein entsprechendes Headset die Möglichkeit, Telefonate vom Handy anzunehmen und somit erreichbar zu bleiben.

Insgesamt betrachtet sorgt Bluetooth-Kommunikation also dafür, dass die eigenen Möglichkeiten auf der Maschine deutlich erweitert werden.

Was ist beim Kauf eines Headsets für das Motorrad zu beachten?

Wer sich für den Kauf eines Headsets interessiert, sollte dabei auf verschiedene Leistungsmerkmale achten. Zwischen den einzelnen Produkten auf dem Markt existieren durchaus Unterschiede.

Die wichtigste Frage: Wie möchte ich das Headset nutzen?

Bevor es an die Auswahl eines Headsets geht, sollte sich Motorradfreunde zunächst fragen, was sie mit dem Headset eigentlich anstellen möchten. Geht es hauptsächlich ums Musik hören, können bestimmte Auswahlkriterien wie die Reichweite des Headsets zum Beispiel vernachlässigt werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, vorher den eigenen Bedarf genau abzugrenzen. Wer sich nicht sicher ist, sollte am besten ein Allround-Headset wählen, welches in allen Bereichen gute Resultate erzielt.

Bluetooth-Kommunikation

Hier die wichtigsten Kriterien im Überblick:

  1. Für die gemeinsame Tour: Ausreichende Teilnehmerzahl

Wird das Headset als Gegensprechanlage für mehrere Tour-Teilnehmer genutzt, sollten die technischen Voraussetzungen für die gewünschte Teilnehmerzahl vorliegen. So sticht beispielsweise das Sena 30k Kommunikationssystem mit bis zu 16 Kommunikationswegen heraus. Für größere Touren mit dem Club ist ein solches Gerät genau das Richtige.  

Wichtig: Das Headset sollte über ein Universal-Intercom verfügen, da im Normalfall nicht jeder das gleiche Headset nutzt. Mit dem Intercom ist eine herstellerübergreifende Verbindung kein Problem.

  • Bei Touren ebenfalls wichtig: Die Reichweite

Zusätzlich spielt natürlich auch die Reichweite der Funkverbindung eine wichtige Rolle. Während schwächere Headsets hier eher auf 500-1.000 Meter beschränkt sind, können besonders starke Produkte gut und gerne auch 2 Kilometer überbrücken.

Große Reichweiten sind allerdings nur dann wirklich nützlich, wenn alle Tour-Teilnehmer über entsprechende Geräte verfügen. Sonst gilt wie so oft: Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die maximale Reichweite.

  • Klangqualität: Bei schnellen Fahrten sehr wichtig

In Bezug auf die Klangqualität ist vor allem die Rauschunterdrückung entscheidend. Wer schon einmal mit 220 km/h auf der Maschine unterwegs war, weiß, was Fahrtwind und Motorgeräusch in Bezug auf die Akustik anstellen. Ein Headset mit guter Rauschunterdrückung sorgt dafür, dass sowohl Musik als auch Gespräche trotzdem in akzeptabler Lautstärke vernehmbar sind.

  • Die Verbindung: Je moderner, desto besser

Eigentlich funktionieren heute alle Headsets per Bluetooth. Auf diesem Weg kann auch eine Verbindung mit dem Smartphone hergestellt werden, um Musik aus einer Playlist abzuspielen. Ab Bluetooth 4.0 erzielen Headsets besonders gute Ergebnisse. Sehr viele Headsets sind sogar schon mit Bluetooth-Standard 4.1. ausgestattet, der einen noch größeren Adressbereich dank IPv6 ermöglicht.

  • Radiofunktion: Bei Bedarf sehr interessant

Die Radiofunktion stellt eines der Features dar, welches nicht in jedem Fall wichtig erscheint. Hier kommt es ganz auf den persönlichen Geschmack an. Wer gerne Radio hört, hat es auf diesem Weg sehr einfach, entsprechenden Empfang herzustellen. Oft existieren mehrere Speicherplätze für die Lieblingssender, um eine lange Suche zu vermeiden. Sollte diese Funktion nicht zur Verfügung stehen, können Nutzer bei Bedarf per Bluetooth auf ihr Smartphone zugreifen und Musik hören.

  • Schutz vor Witterung: Für eine lange Lebensdauer des Geräts

Dieser Aspekt umfasst vor allem den Schutz vor Regen. Sehr viele Modelle gelten als wasserabweisend, jedoch nicht zwingend als wasserdicht. Entsprechende Zertifizierungen (z.B. IP-65) weisen hingegen die wenigsten Modelle auf.  

Sena 30K, Kommunikationssystem
  • Für ein langes Vergnügen: Der Akku

In Bezug auf den Akku eines Headsets sollten Motorradfreunde vor allem diese Kriterien beachten:

  • Akku-Laufzeit: Wie lange ist die Sprechzeit im Mesh und wie lange per Bluetooth? Gängige Laufzeiten liegen ungefähr bei 10 Stunden.
  • Akku-Ladezeit: Wie lange benötigt der Akku, um sich wieder aufzuladen? Komplettladezeiten zwischen 0,75 und 1,5 Stunden stellen gute Wert dar. Darüber hinaus hilft oft eine Schnelllade-Funktion. So lässt sich in Eile eine gute Restlaufzeit innerhalb einer Ladezeit von 20-25 Minuten erreichen.

Mit diesen Entscheidungskriterien kann letztlich jeder die passende Kommunikationsform für Motorradtouren finden. Wer vorher genau festlegt, was er eigentlich benötigt, hat es bei der Suche am Ende deutlich einfacher.

Per Headset zur optimalen Bluetooth-Kommunikation für Motoradfans

Die technischen Möglichkeiten sind heute sehr eindrucksvoll und machen auch vor der Motorradwelt nicht halt. Mit einem guten Headset stellt es heute beispielsweise kein Problem mehr dar, sich mit Tourfreunden während der Fahrt zu unterhalten. Dies ist vor allem dann interessant, wenn einer der Fahrer einmal anhalten muss oder andere spontane Ideen zu diskutieren sind.

Darüber hinaus stellen Headset jedoch auch die Möglichkeit zur Verfügung, Anrufe über das Smartphone anzunehmen, ohne dabei eine händische Bedienung vornehmen zu müssen. Wer zudem gerne die passende Musik während einer Tour hört, findet auch dafür guteLösungen. Beim Kauf sollten Motorradfreunde vor allem auf Aspekte wie die mögliche Teilnehmerzahl, eine herstellerübergreifende und moderne Verbindungsform sowie einen guten Akku achten. Wer alle Aspekte mit einbezieht, kann ein Headset finden, welches voll und ganz seinen Wünschen entspricht.

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